Bundesheer-Debatte

Niessl und Pröll gegen “Aus” für Assistenzeinsatz

Burgenland
20.04.2009 14:35
Forderungen nach einem vorzeitigen Aus für den Assistenzeinsatz des Bundesheeres im Burgenland und in Niederösterreich haben am Montag die Landeshauptleute Hans Niessl (SPÖ) und Erwin Pröll (ÖVP) entschieden zurückgewiesen. Bei einer Pressekonferenz in Neusiedl sprach Niessl von einem "Anschlag auf die Sicherheit". Sein Amtskollege Pröll erklärte wenig später in Parndorf vor Journalisten, der Einsatz sei notwendig und unumstritten.

Jetzt den Assistenzeinsatz des Bundesheeres sofort auszusetzen, wenn Auto- und Hauseinbrüche anstiegen, sei "ein Anschlag auf die Sicherheit des Burgenlandes", so Niessl. Er appelliere an den burgenländischen ÖVP-Chef Franz Steindl, "seine Parteifreunde" dahingehend zu beeinflussen, dass der Einsatz nicht ausgesetzt werde, sondern dass man zum Assistenzeinsatz mehr Polizei brauche.

Die Burgenländer wollten "optimale Sicherheit". Das ginge derzeit "nur, wenn man die Polizei aufstockt und der Assistenzeinsatz jetzt nicht ausgesetzt wird", sagte Niessl.

Schützenhilfe von LH Pröll
Wenn "irgendwo" ein Abgeordneter, der in Wahrheit kaum damit konfrontiert sei, was der Assistenzeinsatz zu bewerkstelligen habe, sage: "jetzt lassen wir das Zeug einfach auslaufen", dann sei das für ihn "kein Beweggrund, dem einfach nachzuhüpfen", erklärte Landeshauptmann Pröll. Der Assistenzeinsatz habe in der Vergangenheit "unglaublich viel Gutes" gebracht, er sei auch jetzt notwendig und unumstritten.

Faktum sei, dass der Assistenzeinsatz gut laufe, weil er gerade der Exekutive "unglaublich viele Dienste" leiste. "Von meinem Dafürhalten ist es notwendig, dass er auch weiter läuft", sagte Pröll.

Mehrere ÖVP-Politiker für Abschaffung
Für eine Abschaffung des Assistenzeinsatzes hat sich etwa der Vorarlberger Landesrat Erich Schwärzler ausgesprochen. Am Sonntag hatte ÖVP-Wehrsprecher Norbert Kapeller gemeint, durch eine Aussetzung des Einsatzes könne Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) Millionen für andere Aufgaben freisetzen. 

Dem "Neuen Volksblatt" sagte der Abgeordnete, Soldaten hätten innerhalb des Schengen-Raumes "nichts an Binnengrenzen verloren." Darabos hatte daraufhin auf einen Regierungsbeschluss verwiesen, der eine Verlängerung des Einsatzes bis Jahresende vorsieht.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Burgenland
20.04.2009 14:35
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

16° / 31°
Symbol wolkenlos
15° / 31°
Symbol wolkenlos
15° / 31°
Symbol wolkenlos
16° / 31°
Symbol wolkenlos
16° / 32°
Symbol wolkenlos
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung