Mensdorff, der auf dem Beifahrersitz saß, lächelte den Journalisten zu, war aber zu keiner Stellungnahme bereit. Die Staatsanwaltschaft Wien hatte die Enthaftung des Ehemanns der früheren Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (ÖVP) beantragt, nachdem in Mensdorffs Verfahren wegen mutmaßlicher Geldwäsche die Inlandvernehmungen abgeschlossen waren. Der Verdächtige hatte sich knapp fünf Wochen in U-Haft befunden.
Verdacht auf Geldwäsche
Mensdorff-Pouilly war Ende Februar in seinem burgenländischen Heimatort Luising wegen Verdachts in Richtung Geldwäsche festgenommen worden. Er soll vom britischen Rüstungskonzern British Aero Space (BAS) auf undurchsichtigen Wegen 13 Millionen Euro erhalten haben. Die U-Haft wurde vor allem mit Verdunkelungsgefahr begründet, die offensichtlich nicht mehr in einem Ausmaß gegeben ist, dass die weitere Inhaftierung des Verdächtigen rechtfertigen würde.
Verhandlungen noch nicht abgeschlossen
Abgeschlossen sind die Ermittlungen jedoch bei weitem noch nicht. Zahlreiche Rechtshilfeersuchen an ausländische Behörden müssen noch beantwortet werden, ehe die Staatsanwaltschaft über die mögliche Anklageerhebung gegen den Grafen entscheiden kann.
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