Betroffen seien in erster Linie Junglehrer mit Ein-Jahres-Verträgen, die dann einfach nicht verlängert würden. Die Grünen fordern deshalb die Ministerin auf, von ihren Plänen Abstand zu nehmen. Die Bildungsreform, wie sie jetzt passiert sei, sei ein "Schuss aus der Hüfte" und müsse fehlschlagen, meinte Vlasich.
Schmied solle "nicht auf halbem Wege umkehren"
ÖVP und SPÖ könnten sich nicht auf eine Reform einigen: Die ÖVP wolle das differenzierte Schulsystem der Zehn- bis 14-Jährigen beibehalten, Ziel der SPÖ - auch der Grünen - sei eine gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen. "Daher wird jeder Minister, jede Ministerin an dieser Situation scheitern." Schmied solle "nicht auf halbem Wege umkehren", sondern sich mit allen Betroffenen zusammensetzen.
Universitäre Ausbildung für alle Pädagogen gefordert
Eine Bildungsreform müsste nach Ansicht von Vlasich bei der Ausbildung der Lehrer beginnen. Für alle Pädagogen - auch für jene, die im Kindergarten tätig sind - sollte es eine universitäre Ausbildung geben. Dazu komme eine Neuregelung der Gehälter. Man müsste sich auch überlegen, wie man Schulen schaffe, an denen Kinder ganztägig betreut werden können und wo Lehrer ebenso ihre Vor- und Nachbereitung machen könnten.
Eine Möglichkeit in der derzeitigen Situation sei der Rücktritt der Ministerin. Die andere sei, dass der Bund die nötigen Mittel zur Verfügung stelle, um eine Bildungsreform voranzutreiben, so Vlasich, der hinzufügte: "Ein Rücktritt ist meiner Ansicht nach eine Flucht."
Symbolfoto
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