Der Lehrling habe das krankhafte Bedürfnis, im Müll zu schlafen und sei deshalb auch schon in ärztlicher Behandlung gewesen, heißt es vonseiten der Polizei.
Im Wagen war noch viel Platz
Am Montag wäre dem Klagenfurter sein ungewöhnliches Verhalten dann beinahe zum Verhängnis geworden. "Er wurde zusammen mit den Abfällen in den Müllwagen gekippt und von der Trommel erfasst. Glücklicherweise war im Wagen noch viel Platz", schildert Alfred Kropfitsch, Leiter der Abteilung Entsorgung im Magistrat Klagenfurt. Andernfalls wäre der 16-Jährige wohl vom sogenannten Trommelverdichter erdrückt worden.
Schon öfter in Tonne geschlafen
"Gegen neun Uhr hörten die Kollegen Hilfeschreie aus dem Müllwagen und konnten den Jungen befreien", sagt Entsorgungs-Einsatzleiter Hannes Seiser: "Wir hatten schon öfter das Problem, dass der Junge in einer Tonne geschlafen hat. Er bekommt auch Medikamente dagegen, die er wohl vergessen hat."
Lebensretter unter Schock
Die zwei Lebensretter, Magistratsbedienstete der Müllabfuhr (42 und 52 Jahre alt), stehen nach dem gefährlichen Zwischenfall unter Schock. Der Gerettete wurde leicht verletzt und mit der Rettung in das Landeskrankenhaus Klagenfurt eingeliefert.
Schon einmal passiert
Ein ähnlicher Vorfall hatte sich fast auf den Tag genau vor einem Jahr in Arnoldstein ereignet: Damals konnte ein Pole, der in einem Container geschlafen hatte, gerade noch aus dem Müllwagen gezogen werden.
Von Thomas Leitner/Kärntner Krone
Symbolbild
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