Demnach gab im Rahmen einer Online-Umfrage zwar rund die Hälfte der insgesamt 1.650 befragten Eltern an, dass sie am meisten davor Angst hätten, dass ihr Sprössling anfange Marihuana zu rauchen. An zweiter Stelle der größten Gefahren für Kinder wurden aber von 19 Prozent der Eltern bereits vermeintliche Gewaltspiele genannt.
Erst danach folgt das Trinken von alkoholhältigen Getränken wie Bier und das Betrachten von pornografischen Inhalten, das von 16 beziehungsweise 14 Prozent der Eltern als Bedrohung für die eigenen Kinder wahrgenommen wird.Dass Videospielinhalte von Eltern als bedenklicher eingestuft werden als Alkohol- und Pornografiekonsum, sei ein äußerst bemerkenswertes Ergebnis, so Cheryl Olson, Mitbegründerin des Harvard Medical Center for Mental Health and Media, gegenüber der "Los Angeles Times".
Eltern sind beunruhigt, weil ihnen Games fremd sind
"Die große Mehrheit der Eltern hat mit Videospielen nicht viel zu tun und kennt sich bei den Gefahren, die darin für ihre Kinder lauern, nicht aus. Gleichzeitig wissen die meisten Eltern aber ganz genau um die Gefahr von Alkoholkonsum Bescheid. Letztendlich sind sie so weniger über den Teufel beunruhigt, den sie bereits kennen als über den, der ihnen noch eher fremd ist", fasst Olson zusammen. Das heiße aber nicht, dass sich diese Eltern deshalb eher damit abfinden könnten, wenn ihr Sprössling mit dem Trinken von Alkohol anfangen würde, stellt Olson klar.
Die vorgelegten Erhebungsergebnisse haben laut Olson zwar nicht unbedingt wissenschaftlichen Anspruch, seien aber besonders deshalb interessant, weil sie die Bedenken der Elternseite sehr gut zusammenfassen würden. (pte)
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.