Renata Pronk von der Macquarie Universität in Sydney zeigte den Tieren bei Versuchen verschiedene Videoclips. In einem kamen Krabben vor, weitere zeigten andere Tintenfische oder unbelebte Objekte wie Plastikflaschen. Beim Krabbenfilm waren die Kraken begeistert und wollten unbedingt an den Leckerbissen heran.
Allerdings gelang die Täuschung erst mit High-Definition-Material richtig. Filme in Standard-Auflösung erschienen den Kraken als Serie von Einzelbildern. Erst HDTV überzeugte die Tiere.
Kraken verfügen nämlich über einen Sehapparat, der zu den leistungsfähigsten im Tierreich zählt. Damit ein Bild überzeugend wirkt, muss es das Sehorgan aber mit einer für seine Standards möglichst perfekten Täuschung bedienen. Das ist auch bei uns Menschen nicht anders: Niedrig aufgelöste Bilder in Kombination mit geringen Bildwiederholungsfrequenzen nehmen auch wir nicht als überzeugend wahr.
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