Beim Jahrestreffen der American Association for the Advancement of Science haben die Forscher während eines Vortrags mithilfe des Druckers zur Demonstration des Verfahrens bereits ein menschliches Ohr (Bilder) ausgedruckt – allerdings noch nicht aus Biomaterial, sondern aus Silikon.
Mit dem 3D- Druckverfahren und einem speziellen Gel aus menschlichen Kollagenzellen sei es möglich, ein Ohr nachzubilden, das sowohl optisch als auch funktional einem echten Ohr in nichts nachstehe, sagt Lawrence Bonassar (Bild 2), Professor für Biomedizintechnik.
Das Herstellen eines Implantats dauere zudem nicht lange. Für den 3D- Druck eines kompletten Ohrs benötige man gerade einmal 15 Minuten, dann werde es noch einige Tage in eine Nährlösung gelegt, bevor es transplantiert werde, so der Wissenschaftler.
Am Tiermodell habe das Ganze bereits geklappt, das künstliche Ohr habe auch nach drei Monaten seine Form gehalten und sei vom Körper der Versuchstiere nicht abgestoßen worden. Die Zellen im Ohr hatten das Kollagen sogar durch Knorpelzellen ersetzt, so Bonassar.