Das Bild links zeigt die Fundamente von Gebäuden an einer Stelle, an der noch vor zwei Jahren ein Karen-Dorf stand. Das Dorf soll im April von der Armee gestürmt worden sein. Den Bewohnern wurde vorgeworfen, Rebellen zu unterstützen. AAAS-Projektleiter Lars Bromley zufolge wurden zwölf Menschen getötet, die übrigen flohen.
Wenn ein Angriff auf eine Ortschaft bekanntgeworden sei, habe man Satellitenbilder vor und nach dem Zeitpunkt des Angriffs verglichen, erklärte der Projektleiter. Dieselbe Technik setzte AAAS nach eigenen Angaben auch schon bei der Beobachtung der Sudans und Zimbabwes ein. Insgesamt schossen drei kommerzielle Satelliten hochaufgelöste Bilder von 25 Orten, an denen sich zwischen Mitte 2006 und Anfang 2007 Menschenrechtsverletzungen ereignet haben sollen.
18 Dörfer verschwunden
Es gebe "ziemlich umfassende Beweise", dass Menschen in großem Stil vertrieben worden seien. "Wir haben Beweise, dass 18 Dörfer mehr oder weniger verschwunden sind", sagte Bromley. Dafür würden an anderer Stelle unvermutet neue Ansiedlungen auftauchen. Für Bromley bietet sich eine "logische Erklärung" an: Zwangsumsiedlungen.
Nach Angaben der US-Organisation "Campaign for Burma" (Kampagne für Burma) hat die Armee mehr als 3.000 Ortschaften im Land zerstört, rund 1,5 Millionen Menschen hätten ihr Zuhause verloren. "Wir versuchen, der Militärjunta mitzuteilen, dass wir sie aus der Luft beobachten", sagte NGO-Chef Aung Din. Zudem würde mit den Bildern Druck auf China gemacht, UN-Sanktionen gegen Burma mitzutragen.
Inzwischen haben die Forscher der 1848 gegründeten, gemeinnützigen AAAS die Satelliten auf die großen Städte Burmas ausgerichtet, um die dramatischen Ereignisse dort zu dokumentieren.
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