In Internetcafé

Südkorea: Mutter tötet aus Spielsucht Neugeborenes

Web
05.04.2012 10:48
Beim Computerspielen in einem Internetcafé soll eine Südkoreanerin ein Kind geboren und es dann getötet haben. Die 26-Jährige habe ihr Baby auf der Toilette des Cafés in Seoul zur Welt gebracht, es in ein Plastiksackerl gesteckt, dieses verschlossen und dann weggeworfen, sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag. Demnach spielte die Frau bis unmittelbar vor der Geburt Computer: "Sie wusste nicht einmal, dass ihre Fruchtblase geplatzt war."

Der Vorfall ereignete sich laut Polizei vor knapp zwei Wochen. Die Frau liegt derzeit unter Polizeiaufsicht in einem Krankenhaus, ihr soll nun der Prozess wegen Kindsmordes gemacht werden. Sie soll fast täglich in Internetcafés Onlinespiele gespielt haben.

Immer wieder gibt es in Südkorea Todesfälle, die mit Internet-Spielsucht im Zusammenhang stehen. 2010 tötete eine Mutter ihren dreijährigen Sohn, weil sie sich von ihm beim Onlinespielen gestört fühlte. Im selben Jahr tötete ein 15-Jähriger seine Mutter im Streit über sein exzessives Computerspielen und nahm sich anschließend das Leben. Ein 41-Jähriger wurde ebenfalls 2010 zu zwei Jahren Haft verurteilt, weil er und seine Frau ihr drei Monate altes Baby zu Hause verhungern ließen, während sie in einem Internetcafé waren. Offiziellen Angaben zufolge gibt es in Südkorea zwei Millionen Internetsüchtige.

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