Der Untersuchung zufolge stammen mehr als 60 Prozent der Attacken von verseuchten Applikationen, die Drittanbieter über die Entwickler- Plattform von Facebook offerieren. Dabei sind 21,5 Prozent der gesamten Malware sogenannte Fake Apps, die Funktionen versprechen, die das Netzwerk gar nicht bietet. Dazu zählen beispielsweise Applikationen, die anzeigen, wer sich die Profilseite angesehen oder die Freundschaft gekündigt hat.
15,4 Prozent dieser Malware locken die Nutzer mit Bonus- Items für Facebook- Spiele wie "FarmVille" oder "Mafia Wars". Außerdem bieten 11,2 Prozent gefälschte Features an wie zum Beispiel kostenfreie Hintergrunddesigns oder einen "dislike button". Weitere 7,1 Prozent führen die Facebook- Nutzer mit neuen Versionen bekannter Spiele wie "World of Warcraft", "Super Mario" oder "Die Sims" in Versuchung, während 5,4 Prozent behaupten, Handys zu verschenken. 1,3 Prozent ködern den Nutzer schließlich mit Aussicht auf aktuelle Kinofilme, die er sich kostenlos online ansehen könne.
Neben diesen "Attack Apps", hat BitDefender herausgefunden, dass zusätzlich 16 Prozent der Malware auf Facebook den Nutzer damit locken, schockierende Videos anzusehen, wie zum Beispiel eine Anaconda, die ein Nilpferd herauswürgt oder eine Frau, die sich unmittelbar nach ihrer Hochzeit umgebracht haben soll. Sobald der Play- Button angeklickt wurde, wird der Nutzer aufgefordert, das Video zu "liken". Je höher die Anzahl der "Gefällt mir"- Bestätigungen, desto überzeugender wirkt der Eintrag. Weitere fünf Prozent der Angriffe stehen in Verbindung mit digitalen Schädlingen wie "Koobface".
Für seine Untersuchung beruft sich BitDefender auf Statistiken seines speziell für Facebook konzipierten Virenscanners namens "safego" (siehe Infobox), der eigenen Angaben zufolge derzeit von über 14.000 Nutzern des sozialen Netzwerks verwendet wird. Wer sich vor möglichen Gefahren auf seinem Facebook- Profil schützen möchte, kann eine Beta- Version des Tools kostenlos herunterladen.