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Teenager nutzen Netzwerke ohne Risikobewusstsein

19.04.2011, 11:31
Teenager nutzen Netzwerke ohne Risikobewusstsein (Bild: © 2010 Photos.com, a division of Getty Images)
Foto: © 2010 Photos.com, a division of Getty Images
Viele Kinder und Jugendliche sind im Internet nicht ausreichend gegen Belästigungen geschützt. Das ist das Ergebnis einer am Montag veröffentlichten Umfrage im Auftrag der EU- Kommission, der zufolge bereits drei Viertel aller Teenager in der EU in sozialen Netzwerken aktiv sind.

In Österreich haben 79 Prozent der 13- bis 16- Jährigen und 41 Prozent der Neun- bis Zwölfjährigen ein Profil auf sozialen Netzwerken wie Facebook oder SchülerVZ. Viele davon seien aber so eingestellt, dass auch Fremde diese ungehindert studieren könnten, um etwa Zugriff auf E- Mail- Adressen oder Telefonnummern zu erhalten. "Diese Kinder setzen sich großen Gefahren aus", erklärte die für digitale Themen zuständige Kommissionsvizepräsidentin Neelie Kroes. Sie seien "leichte Beute" für sexuelle Belästigung im Internet oder Stalker, die Minderjährigen nachstellten.

Jüngere von Datenschutz- Einstellungen überfordert

Nutzer von sozialen Netzwerken können die Sicherheitseinstellungen ihrer Profile so wählen, dass Fremde diese nicht einsehen können. Zugriff erhalten nur Personen, denen der Nutzer das ausdrücklich gestattet hat. Nach der Umfrage der EU- Kommission, bei der europaweit rund 25.000 Kinder und Jugendliche zu ihren Online- Aktivitäten befragt wurden, haben aber insbesondere Jüngere oft keine Ahnung, wie sie die Einstellungen vornehmen. So wüsste ein Viertel der befragten Kinder gar nicht, wie sie dies tun könnten.

EU- Kommissarin will Netzwerk- Betreiber in die Pflicht nehmen

Kroes forderte daher alle Betreiber sozialer Netzwerke auf, Profile Minderjähriger grundsätzlich so einzustellen, dass sie für Fremde und Suchmaschinen nicht erreichbar seien. Das sei bereits Gegenstand einer von der EU- Kommission 2009 ausgehandelten Übereinkunft mit der Branche gewesen. StudiVZ, der bei deutschen Jugendlichen beliebteste Anbieter, habe die Selbstverpflichtung bereits unterzeichnet.

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