Es wäre besser, wenn Facebook den Zugang zu den Nutzerlisten öffnen würde, damit diese einander auch in der Google-Welt finden könnten, sagte Schmidt laut US-Medienberichten. "Kommt es nicht dazu, gibt es auch andere Wege, an diese Informationen heranzukommen", wurde der Konzernchef vom "Wall Street Journal" (WSJ) zitiert.
Der Zeitung zufolge soll zunächst unter anderem Googles Video-Plattform YouTube mit Elementen eines sozialen Netzwerks ausgestattet werden. So sollen Nutzer zum Beispiel informiert werden, wenn ein Videoclip von vielen ihrer Freunde angeschaut werde. Auch Nutzerprofile zum Beispiel beim Kurznachrichtendienst Twitter oder der Foto-Website Flickr, die zum Google-Wettbewerber Yahoo gehört, wolle man vernetzen.
Mitarbeiter drang in Google-Accounts ein
Gänzlich ungelegen kommt da neuer Zündstoff für Debatten um den Datenschutz beim Suchmaschinenrisen. Nach einem Bericht des US-Blogs "Gawker" wurde ein Google-Mitarbeiter wegen Verstößen gegen Datenschutz-Richtlinien entlassen. Dem Bericht zufolge schnüffelte der 27-jährige Techniker wiederholt in Google-Accounts mehrerer ihm bekannter Teenager herum.
Diese Details bestätigte Google zwar nicht direkt, allerdings räumte Google-Manager Bill Coughran grundsätzlich ein, dass es Mitarbeiter gebe, die Zugang zu Nutzer-Informationen haben: "Eine eingeschränkte Zahl von Menschen wird immer einen Zugang zu diesen Systemen haben müssen, wenn wir sie ordentlich betreiben wollen." Deshalb nehme Google jedes Eindringen in die Systeme sehr ernst.
"Gawker" berichtete unter Berufung auf anonyme Quellen, der gefeuerte Google-Mitarbeiter habe sich Zugang unter anderem zu Kontaktlisten und gespeicherten Internet-Chats verschafft. Google-Verantwortliche seien im Juli über die Unregelmäßigkeiten informiert worden, worauf der Mann seinen Job verlor. Dem Blog zufolge hat eine kleine Gruppe von Google-Mitarbeitern, die das reibungslose Funktionieren der Dienste sicherstellen soll, uneingeschränkten Zugang zu Nutzer-Accounts.
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