Kokain-Affäre um Baby

„Will nicht viel, nur ein Leben ohne Angst führen“

Nach dem Kokain-Drama um ihr Baby meldet sich die 23-jährige Mama aus Niederösterreich aus ihrem Versteck heraus zu Wort. Im „Krone“-Gespräch verrät sie, wie es ihr und dem kleinen James geht – und dass sie sich vom Jugendamt weiterhin terrorisiert fühle.

Die Geschichte von Kathi und ihrem Baby zieht weite Kreise. Wie berichtet, wurde die Niederösterreicherin (23) mit ihrem Baby in ein Mutter-Kind-Heim gesteckt, weil sie in der Klinik Mistelbach positiv auf Kokain getestet wurde – was ein Haartest widerlegt. Sie hat das Heim nun auf eigene Faust verlassen, doch die Behörde verfolgt sie. Wie es ihr geht, erzählt sie hier.

„Krone“: Kathi, ihr seid derzeit an einem geheimen Ort. Wie geht es dir und James?
Kathi: Uns geht es hier gut, wir sind gut aufgehoben, und Matthias (der Papa, Anm.) kann James wieder öfter sehen. Schöner wäre es aber zu Hause, wo wir hingehören.

Die vergangenen Wochen waren für dich nicht einfach. Du und dein Baby, ihr wurdet positiv auf Kokain getestet und musstet in ein Mutter-Kind-Heim. Was empfindest du, wenn du daran denkst?
Ich bin psychisch und auch seelisch komplett am Ende. Die ganze Zeit wegen etwas angeprangert zu werden, für etwas, das ich nie getan habe, ist unbeschreiblich. Und mich und meine Familie weiterhin wie Verbrecher darzustellen, nachdem wir alle bewiesen haben, dass uns keine Schuld trifft, ist ein Albtraum. Wir werden terrorisiert vom Jugendamt, obwohl wir alles Mögliche getan und bewiesen haben.

Mama Kathi, Papa Matthias und James wollen nach der Odyssee nur eines – „in Frieden und ohne ...
Mama Kathi, Papa Matthias und James wollen nach der Odyssee nur eines – „in Frieden und ohne Angst leben“.(Bild: zVg, Krone KREATIV)
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Die Jugendwohlfahrt macht, was sie will. So geht das einfach nicht. Wie gesagt, wir machen alles: Wir lassen sogar die Haare des Babys testen. 

Anwalt Manfred Arbacher-Stöger

Wie ist es dir im Heim in Ansfelden (OÖ) ergangen?
Von der Betreuung her war es okay, aber von den geführten Gesprächen wurde mir meistens das Gefühl vermittelt, eine Verbrecherin zu sein. Bei einem Vorfall, nämlich als James von der Hipp-pre-Nahrung erbrochen hatte, wurde mir von der Leiterin unterstellt, das würde „sicher vom Kokain kommen“.

Dein, von der Behörde beantragter Haartest, ist negativ. Trotzdem sucht dich die Polizei. Hast du Angst, wieder ins Heim zurückkehren zu müssen?
Ja! Wie erwähnt, haben wir uns an alles gehalten und alle Tests gemacht, sogar zwei freiwillige, auch die waren negativ, trotzdem werden wir terrorisiert. Nicht nur ich, auch Matthias und meine Schwiegereltern. Ich will jetzt nur noch heimkommen und das ganze Trauma vergessen. Ob das gelingt, weiß ich nicht, das Jugendamt hetzt uns. Ich will wirklich nicht viel, nur das Anrecht, ein normales Leben ohne Angst führen zu können.

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