
Nach fünf verlorenen Kindern freute sich eine Vorzeige-Jungfamilie in Niederösterreich auf ihren ersten Sohn. Doch ein Spitalsbesuch mit einem möglichen falschen Drogentest – zuerst positiv, dann negativ – verwandelt das Familienglück in einen Albtraum! Jetzt droht das Jugendamt den Eltern, das sechs Wochen alte Baby wegzunehmen. Die „Krone“ kennt die Details.
Der Vater ist 27 Jahre alt und Busfahrer für ein namhaftes Unternehmen, die Mutter ist 23 – gemeinsam wohnt man mit den Großeltern in einem Haus im nördlichen Niederösterreich. Als am 22. Mai – nach fünf Fehlgeburten – der kleine Jamie (Name von der Red. geändert) auf die Welt kam, schien das Glück perfekt. Bis zum 23. Juni.
Eltern völlig unbescholten, Oma ist Sozialarbeiterin
Dann begann der Behörden-Horror! Die Chronologie: Weil das Baby nichts essen wollte und erbrach, fuhr die besorgte Jungfamilie ins Landesklinikum Mistelbach. Dort der Alarm: Ein Kokaintest bei dem Buben schlug an! Und war zwei Stunden später plötzlich wieder negativ. Ein Rätsel.
Die Dame vom Jugendamt hat meiner Mandantin knallhart gesagt: Wenn sie nicht kooperieren, dann machen wir kurzen Prozess. Das grenzt an Nötigung.

Anwalt Dr. Manfred Arbacher-Stöger
Bild: Martin A. Jöchl
Die völlig unbescholtenen Eltern, die noch nie mit Suchtgift oder der Polizei zu tun hatten, stimmten natürlich sofort ebenfalls einem Drogencheck zu. So wie die Großeltern. Die Oma ist noch dazu Sozialarbeiterin, hat also mit solchen Schicksalen zu tun. Alle Überprüfungen waren negativ. Nach einer Woche mit dem Baby im Spital und mehreren unauffälligen Tests schlug plötzlich ein weiterer wieder positiv an. Ein Mysterium.
Jugendamt droht Mutter: „Machen kurzen Prozess“
Die Mutter ist völlig verzweifelt und beteuert unter Tränen, noch nie etwas mit Drogen zu tun gehabt zu haben. Insbesondere, da sie ja bereits fünf Kinder verloren hat. Ihr Anwalt Dr. Manfred Arbacher-Stöger vermutet hinter dem Rätsel jedenfalls verunreinigte Tests.
Das Jugendamt Gänserndorf bleibt aber trotzdem hart – und stellt den Eltern wegen „Gefahr im Verzug“ ein Ultimatum: Entweder die 23-Jährige geht freiwillig heute, Freitag, mit ihrem Baby in ein Mutter-Kind-Heim oder das sechs Wochen Jamie wird ihr weggenommen und kommt zu Pflegeeltern. „Wir machen kurzen Prozess!“
Die Maßnahmen sind völlig unverhältnismäßig. Hier wird eine Familie zerrissen!

Rechtsanwältin Dr. Elisabeth Thaler
Bild: arbacher.com
Während Jurist Manfred Arbacher-Stöger behördlichen Amtsmissbrauch in den Raum stellt, betont seine Kanzleipartnerin Dr. Elisabeth Thaler: „Die Maßnahmen sind völlig unverhältnismäßig. Hier wird eine Familie zerrissen!“ Das Tauziehen um Baby Jamie wird zum Drama.…
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