Funk soll belegen:

Gazproms Starlink-Ersatz ist „ein kompletter Mist“

Russlands Armee hat mit massiven Kommunikationsproblemen zu kämpfen. Nachdem Elon Musks Unternehmen SpaceX an der ukrainischen Front den Zugang zu seinen Starlink-Satelliten für die Kreml-Truppen gesperrt hat, sind auf die Schnelle keine adäquaten Alternativen aufzutreiben. Die Folgen sind fatal.

Bei den russischen Militäroperationen im überfallenen Nachbarland herrscht momentan Chaos – denn statt Starlink sollen die Truppen jetzt das Gazprom-Kommunikationssystem verwenden. Dieses dürfte äußert schlecht funktionieren. Ukrainische Medien berichten von Funkübertragungen, die von Soldaten abgefangen werden konnten.

Das System sei ein „kompletter Mist“, ärgert sich darin ein Russe. Ein weiterer beschwert sich, dass er oft gar nicht darauf zugreifen könne. Laut der russischen Militärführung selbst ist das Kommunikationssystem allgemein nicht für Kämpfe geeignet. Die Verbindung sei schwach, Videos könnten nicht übertragen werden und der Einsatz von Drohnen würde erschwert. Die Armee hatte sich nämlich illegal auch zur Steuerung ihrer unbemannten Flugkörper in Starlink eingeklinkt.

Zitat Icon

Manchmal kann ich selbst nicht glauben, was ich da höre.

Professionelle Abhörerin

Keine stabile Verbindung
Ukrainischen Geheimdienstinformationen zufolge werden die russischen Gazprom-Terminals über die Yamal-Satellitenkonstellation betrieben, die sich aus fünf geostationären Satelliten zusammensetzt. Deren Anzahl reiche nicht aus, um eine stabile Abdeckung entlang der gesamten Frontlinie zu gewährleisten, denn der Großteil der Kapazität sei den Nutzern innerhalb Russlands zugewiesen. Die Satelliten würden neben der Gewährleistung eines Internetzugangs Fernseh- und Hörfunksendungen übertragen.

Starlink kann die Nutzer selbst in abgelegenen Regionen mit schnellem Internet versorgen.
Starlink kann die Nutzer selbst in abgelegenen Regionen mit schnellem Internet versorgen.(Bild: APA/AFP/Yasuyoshi CHIBA)

Tödliche Folgen für Russlands Soldaten
Kürzlich abgefangene Telefongespräche sollen zudem belegen, dass sich die Bedingungen im russischen Militär verschlechterten. Ein Soldat habe das Fehlen grundlegender Versorgungsgüter bemängelt, Truppen seien infolge verstorben.

In einem Interview mit der „Kyiv Post“ hatte eine professionelle Abhörerin erklärt, dass die „verrückten“ Dinge, die man in Gesprächen von russischen Soldaten vernehmen könne, trotz ihres oft absurden Charakters tatsächlich der Realität entsprächen. „Sie sind alle echt, auch wenn sie verrückt erscheinen mögen. Manchmal kann ich selbst nicht glauben, was ich da höre. Aber es ist, wie es ist“, meinte sie nüchtern.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt