04.01.2008 11:26 |

Rückschlag

Intel steigt bei "One Laptop per Child"-Projekt aus

Das "One Laptop per Child"-Programm zum Bau von Billig-Laptops für Entwicklungsländer hat einen herben Rückschlag erlitten: Intel, weltgrößter Chiphersteller und bislang mit Know-How und finanziellen Mitteln am Projekt beteiligt, möchte künftig lieber selber Computer für Schwellenländer produzieren und steigt daher aus dem Projekt aus.

Die Entscheidung sei gefallen, nachdem das Führungsgremium der Gruppe "One Laptop per Child" (OLPC) das Unternehmen gebeten habe, keine anderen Projekte in Entwicklungsländern mehr zu unterstützen, so Intel am Donnerstag.

Mit dem "Classmate PC" hat der Chip-Hersteller jedoch bereits im vergangenen Jahr einen konkurrierenden Laptop für Schwellenländer vorgestellt. In diesem Jahr könnten weitere Projekte folgen. Bei Intel sei man der Auffassung, dass es das Wichtigste sei, den Bedarf zu decken: "Wir haben immer gesagt, dass es viele Lösungen geben wird", teilte Unternehmenssprecher Chuck Mulloy mit. 

Neben der Tatsache, dass die Laptops statt der ursprünglich angepeilten 100 Dollar bereits 200 Dollar kosten, könnte der Ausstieg von Intel auch damit zu tun haben, dass die OLPC-Initiative beim Bau ihrer Laptops auf Chips von Intels größtem Konkurrenten AMD setzt. Sprecher Mulloy betonte jedoch, dass dies nichts mit der Entscheidung Intels zu tun habe.

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