Greenpeace empört
Frankreich liefert Libyen einen Atommeiler
"Es gibt keinen Zusammenhang mit der Freilassung der Krankenschwestern", erklärte Sarkozy. "Der Atommeiler soll helfen, den großen Bedarf an Trinkwasser (dieses Wüstenlandes) zu decken." Neben dem Vertrag über die "atomare Zusammenarbeit" unterzeichneten beide Seiten weitere Abkommen über eine "globale Partnerschaft" wie Verteidigung oder Stipendien für Studenten. Frankreich will Gadafis Libyen "zurück in das Konzert der Mächte" geleiten.
Greenpeace protestiert: "Unverantwortlich"
Gadafi hatte sich vor Jahren auf Druck der USA zum Verzicht auf alle Arten von Massenvernichtungswaffen verpflichtet und entsprechende Programme kontrolliert abgerüstet. Dennoch protestierte Greenpeace scharf gegen die Lieferung des französischen Atommeilers: "Unverantwortlich!"
"Krankenschwestern wieder verhaften!"
Unterdessen erhebt auch der Verband der Opferfamilien der AIDS-Kinder scharfen Protest, allerdings gegen die Blitz-Begnadigung der Krankenschwestern durch den bulgarischen Staatspräsidenten. Libyen hatte ihre Todesurteile in lebenslange Haft umgewandelt. Jetzt fordern die Opfer eine Wieder-Verhaftung und Rücklieferung an Libyen. Die Begnadigung bezeichnen sie als "Bestätigung der Äußerung von Osama bin Laden, wonach der Westen muslimisches Blut missachte".
Kronen Zeitung
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