Flut in Down Under
Australier flüchten vor steigendem Hochwasser
Mehr als 100.000 Haushalte waren am Sonntag ohne Strom. Für den nahe gelegenen Hunter River wird ein Wasserspiegel von mehr als elf Metern über dem Normalstand erwartet, warnte die Katastrophenschutzbehörde.
In einem Abflusskanal entdeckte die Polizei die Leiche eines 45-Jährigen, der von der Straße geschwemmt worden war, als er am Freitag aus seinem überfluteten Auto stieg. Eine fünfköpfige Familie war in den Tod gerissen worden, als ein Teilstück einer Autobahn (Foto) unter ihrem Wagen zusammenbrach und sie in einen Fluss stürzten.
Vor der Küste schoben starker Wind und heftige Wellen ein mit Kohle beladenes Frachtschiff auf eine Sandbank. Experten befürchten eine Umweltkatastrophe, sollte das Schiff beschädigt werden und Treibstoff ins Meer gelangen.
Hunderte Menschen strömten am Sonntag in die Notfallzentren der geräumten Städte. Vor allem ältere Menschen suchten Schutz und bereiteten sich in Decken gehüllt vor Fernsehgeräten auf die Nacht vor. Der australische Ministerpräsident Howard kündigte finanzielle Hilfe für die betroffene Region an. „Es ist eine gewaltige Katastrophe“, sagte er.
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