01.06.2007 11:13 |

Neuro-Durchbruch

Erinnerungen außerhalb des Gehirns gespeichert

Es klingt sehr gruselig, aber Forscher der Universität von Tel Aviv haben es geschafft, Erinnerungen außerhalb des menschlichen Gehirns zu konservieren. Itay Baruchi und Eshel Ben-Jacob haben neurologische Muster aus dem Gehirn, also einfache Gedanken, in einem künstlich hergestellten Nervenzellen-Geflecht kopiert und damit den Grundstein, für eine neue Epoche der Hirnforschung gelegt.

Das Gehirn auszulagern oder zu vergrößern, ist ein lang geträumter Traum der Menschheit. Gerade aktuell legt im Filmgeschäft Harry Potters Professor Dumbledore seine Gedanken außerhalb seines Oberstübchens ab. Ganz so ausgereift sind die Methoden der israelischen Forscher noch nicht, aber das geglückte Experiment mit dem künstlichen Neuronengeflecht ist ein echter Durchbruch.

Bisher hatte man „Erinnerungen“ zwar registrieren können, aber niemals „nachbauen“. Die beiden Wissenschaftler kopierten die Gehirnströme mit Elektroden in das künstliche Neuronen-Geflecht, das danach knapp vierzig Stunden stabil blieb. Nächster Schritt: „Wir wollen den ersten Neuro-Speicher-Chip der Welt bauen.“

Freitag, 07. Mai 2021
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