Sa, 20. April 2019
09.12.2017 10:31

Gelockert

Kubaner können ab sofort SMS in die USA schicken

Handynutzer in Kuba können ab sofort Textnachrichten an Empfänger in den USA schicken. Die staatliche kubanische Telefongesellschaft Etecsa hob am Freitag die Beschränkungen für den SMS-Versand in die Vereinigten Staaten auf. Der Preis von 0,60 Dollar (0,51 Euro) pro Nachricht entspreche den Kosten für andere internationale Verbindungen, hieß es.

Das SMS-Verbot hatte bei vielen Kubanern, die mit ihren Freunden und Angehörigen in den USA per Handy in Kontakt bleiben wollten, Frust hervorgerufen. Webbasierte Messenger-Dienste wie WhatsApp sind für die meisten Kubaner keine Option, da der Internetzugang in dem Inselstaat streng reglementiert ist.

Nach der historischen Annäherung zwischen den USA und Kuba unter Ex-US-Präsident Barack Obama verschlechterten sich zuletzt die Beziehungen zwischen den beiden Staaten. Obamas Nachfolger Donald Trump leitete eine Abkehr von der Kuba-Politik seines Vorgängers ein und nahm eingeführte Lockerungen bei den Reise- und Handelsbeschränkungen mit dem kommunistischen Inselstaat zurück.

Wegen mutmaßlicher "Akustik-Attacken" gegen ihre Botschaftsmitarbeiter in Kuba reduzierten die USA Ende September außerdem ihr Personal in der diplomatischen Vertretung in Havanna.

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