Di, 14. August 2018

Druck, Schmerzen

17.11.2017 06:00

Schnupfen schlägt sich auf die Ohren

Wen eine Erkältung plagt, der klagt gleichzeitig auch häufig über Druck in den Hörwerkzeugen. Eine Erkältung zieht oft den ganzen Kopf in Mitleidenschaft - der Rachen brennt, die Stirn schmerzt, die Nase präsentiert sich verschwollen und die Ohren sind ebenfalls häufig "zu".

Kein Wunder, dass wir die Beschwerden bis in die Hörwerkzeuge spüren: Oft ist der Gehörgang durch Schleim und Eiter verlegt, wodurch das Ohr nicht ausreichend belüftet wird. Vom Hals-Nasen-Rachenraum steigen die Erreger in vielen Fällen über die so genannte Ohrtrompete (eustachische Röhre) in das Mittelohr auf und führen zu einer Entzündung. Die äußere und mittlere Region unseres Gehörganges sind besonders empfindliche Gebiete, weil sie von zahlreichen Nerven durchzogen sind.

In der mildesten Ausprägung fühlt sich das Ohr dann während eines Infekts verstopft an, es kann aber auch schmerzen oder drücken, ähnlich wie im Flugzeug. Ist die Entzündung bereits fortgeschritten reichen die Symptome von stechenden Schmerzen bis hin zu vermindertem Hörvermögen. Säuglinge und Kleinkinder betrifft es besonders häufig, weil ihre Ohrtrompete noch relativ kurz ist. Die Keime können so leichter ins Mittelohr gelangen. Weiters gelingt des den Sprösslingen meist noch nicht, sich effektiv zu schnäuzen, was eine Ausbreitung der Erreger ebenfalls begünstigt. Die Kleinen leiden vielfach besonders stark, oft kommen zu den Schmerzen noch Fieber, Erbrechen und schlechter Allgemeinzustand hinzu.

Eine Mittelohrentzündung bei Kindern sollte immer einem Arzt gezeigt werden, bei Erwachsenen auf jeden Fall dann, wenn sich Fieber einstellt oder die Beschwerden ausufern. Unbehandelt kann sogar Schwerhörigkeit zurückbleiben. Als Therapie kommen abschwellende Nasensprays und Schmerzstiller zum Einsatz. In einigen Fällen müssen Antibiotika verabreicht werden. Unbedingt schonen!

Lindernd wirken ebenfalls folgende Maßnahmen - aber mit dem Mediziner absprechen:

  • Bestrahlung mit der Wärmelampe (Infrarotlicht)
  • Zwiebelwickel (erwärmte geschnittene Stücke in ein Baumwolltuch einschlagen) auf das Ohr legen oder mit einem Stirnband befestigen.
  • Warmen Tee trinken.
  • Am besten in Seitenlage auf dem gesunden Ohr liegen.

Vorbeugend achten Sie darauf, Ihr Immunsystem zu stärken - mit ausgewogener Ernährung, guter Nachtruhe und moderater Bewegung. Die Ohren sollten bei kalten Temperaturen vor Zugluft geschützt werden, also immer eine Haube aufsetzen!

Dr. Eva Greil-Schähs, Kronen Zeitung

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