Mi, 17. Oktober 2018

"Krone"-Ombudsfrau

04.10.2017 14:11

Keine Gratis-Zahnspange für Sohn von Leserin

Obwohl er ein "klarer Fall" für eine von der Krankenkasse bezahlte Zahnregulierung ist, kam der Sohn (13) von Doris B. nicht in den "Genuss" einer Gratis-Zahnspange. Grund: Die behandelnde Zahnärztin erfüllte die dafür notwendigen Kriterien nicht. Die Kosten von 4300 Euro musste Frau B. deshalb zur Gänze selbst tragen!

Bereits ihr Kassen-Zahnarzt stellte fest: Der Sohn von Doris B. kommt für die Gratis-Zahnspange infrage. Weil der Arzt dem 13-Jährigen vier gesunde Zähne ziehen wollte, wechselte Frau B. zu einer privaten Dentistin. Diese reichte bei der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK), wo die Niederösterreicherin und ihr Sohn versichert sind, den Antrag für die kostenlose Spange ein. "Wir wurden kurz darauf ins Zahnambulatorium der Kasse bestellt, wo bestätigt wurde, dass mein Sohn ein ‚klarer Fall‘ für die Gratis-Zahnspange ist", so Frau B. Sie merkte an, dass sie bei einer Privatärztin sei. "Es hieß, das sei kein Problem." Der Schreck bei der Leserin war daher umso größer, als ihr eröffnet wurde, dass keine Kosten übernommen werden. Grund: Der Sohn erfülle zwar alle Kriterien, nicht aber die private Zahnärztin. Diese verfüge nicht über die nötige Qualifikation. Weil die 4300 Euro für die Alleinerzieherin viel Geld sind, wandte sie sich an uns.

Zahnärztin erfüllte Kriterien nicht, Leserin musste volle Kosten tragen
Die WGKK teilte der Ombudsfrau auf Anfrage mit, eine Kostenübernahme sei nicht möglich, solange der Sohn der Leserin bei der Zahnärztin behandelt werde, da diese nicht die Voraussetzungen erfülle. Zahnärzte müssen nämlich bestimmte Ausbildungs- und Berufserfahrungsnachweise erbringen. Und ihre Honorare sowie deren Veränderungen online auspreisen. Diese Regelung sei für alle Gebietskrankenkassen einheitlich.

Ein Zahnarztwechsel war aber kein Thema, da ein Teil der Rechnung schon bezahlt war. Die Gesamtkosten musste die Leserin deshalb zur Gänze selbst tragen. "Ich bin sehr enttäuscht, dass es nicht einmal die Möglichkeit gab, mir zumindest einen Teil der angefallenen Kosten zu ersetzen." Hätte man Frau B. nicht schon im Kassenambulatorium über die Kriterien aufklären können?

 Ombudsfrau
Ombudsfrau

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Nach 0:2 in Dänemark
Teamchef Foda: „Wir hatten keine Zielstrebigkeit“
Fußball International
2:6 gegen Zürich Lions
Vienna Capitals in Champions Hockey League out!
Eishockey
Klare Niederlage
Das war nichts! Österreich in Dänemark chancenlos
Fußball International
1:2 beim Weltmeister
Deutschland verliert auch in Paris! Jogi, was nun?
Fußball International
Neymar & Co. siegen
Später Erfolg! Brasilien ringt Argentinien nieder
Fußball International
Spiele manipuliert?
Betrugs-Skandal in Belgien: U-Haft verlängert!
Fußball International
Gruppenplatz 2 fixiert
ÖFB-U21 wahrt EM-Chance mit irrem 3:2 gegen Russen
Fußball International
Neuer Strafenkatalog
Bundesliga setzt gegen „böse Fans“ auf Punktabzüge
Fußball National
Brisanter #brennpunkt
Innenminister Kickl im Talk mit Katia Wagner
Österreich

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.