Mi, 23. Jänner 2019

Lkw-Lawine

29.07.2017 09:55

Schwerverkehr nimmt extrem zu

All jene, die die Autobahn zwischen Klagenfurt und Villach nutzen, wissen es aus eigener Erfahrung: Der Schwerverkehr nimmt extrem zu. Der Verkehrsclub Österreich warnt jetzt ebenfalls: Eine Lkw-Lawine überrollt Kärnten. Was auch die Tempo 100-Diskussion beeinflusst.

Im ersten Halbjahr hat der Lkw-Verkehr auf Kärntens Autobahnen stark zugenommen, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse auf Basis von Daten der Asfinag zeigt: Auf der A2 bei Pörtschach und Krumpendorf stieg der Lkw-Verkehr um rund acht Prozent, bei Villach sogar um neun Prozent.

"Was Autofahrer subjektiv empfinden, wird nun objektiv durch die Daten bestätigt: Der Lkw-Verkehr hat heuer erneut deutlich zugenommen", fasst VCÖ-Experte Markus Gansterer die Analyse der Asfinag-Daten zusammen.

Auf der A2 bei Villach waren heuer im ersten Halbjahr im Schnitt 4380 Lkw pro Tag unterwegs, das waren um rund neun Prozent mehr als 2016. Bei den Zählstellen Pörtschach-Ost und Krumpendorf wurden um acht Prozent mehr Lkw gezählt als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Auch auf der A11 waren mit plus sieben Prozent deutlich mehr Lkw unterwegs.

Noch deutlicher wird die starke Zunahme des Lkw-Verkehrs im 5-Jahres-Vergleich: Auf der A2 bei Villach waren im ersten Halbjahr um 21 Prozent mehr Lkw unterwegs als im ersten Halbjahr 2012.

"Die extreme Zunahme des Lkw-Verkehrs ist die Folge der Rahmenbedingungen", stellt Gansterer fest. Die Autobahnen wurden ausgebaut, Diesel ist um 35 Cent pro Liter billiger als vor fünf Jahren.

Interessant wird, wie sich die Entwicklung auf die Diskussion um Tempo 100 zwischen Villach und Klagenfurt auswirken wird. Denn es sind Lkw, die hauptsächlich den Lärm verursachen und die dürfen schon jetzt nicht schneller als Tempo 80 bzw. 90 fahren. Die am stärksten wachsende Fahrzeugklasse würde Tempo 100 also gar nicht treffen.

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