Krisenregion

Mehr als 220 Tote bei Überfällen im Tschad

Ausland
10.11.2006 08:37
Bei Kämpfen im Osten des afrikanischen Staates Tschad sind in den vergangenen Tagen mindestens 220 Menschen ums Leben gekommen. Allein im Dorf Djorlo in der Region Kersi, gab es 36 Tote und 22 Verletzte – die Siedlungen wurden von bewaffneten Reitern angegriffen, geplündert und gebrandschatzt.

Der Regierungssprecher des Tschad hatte am Dienstag erstmals gesagt, dass seit mehreren Tagen im Bezirk Mouro südlich von Goz Beida arabische und nicht-arabische Volksgruppen einander bekämpfen würden. Dabei habe es „zahlreiche Opfer“ gegeben.

Der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Antonio Guterres, rief die internationale Gemeinschaft indes zum schnellen Handeln auf. „Wir sind zutiefst schockiert über die Brutalität im Ost-Tschad, der bereits die Aufnahme von mehr als 218.000 Flüchtlingen aus dem benachbarten Darfur bewältigen muss“, erklärte Guterres in Genf. 

Das UNO-Flüchtlingswerk UNHCR unterstütze die Forderung nach einer internationalen Präsenz im Osten des Tschad und nach größeren Anstrengungen des Landes, die Sicherheit in der Region zu bewahren.

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