20.04.2017 00:16 |

MotoGP an Bord

BMW baut 750 extrastarke Carbon-Supersportler

Bereits Ende 2016 hat BMW Motorrad den Bau einer exklusiven Fahrmaschine namens HP4 Race für den reinen Rennstreckeneinsatz angekündigt. Auf der Shanghai Auto präsentieren die Münchener nun die finale Version, die ab September für 80.000 Euro zum Kauf angeboten wird.

Anders als bei der zwischen 2012 bis 2014 gebauten HP4 handelt es sich bei der neuen HP4 Race um einen Vollblutrenner, für den es keine Straßenzulassung geben wird. Auf eine Homologation für den Einsatz bei bestimmten Rennserien hat BMW ebenfalls verzichtet. Mit der HP4 Race wird man also lediglich privat auf Rundkursen fahren oder an Rennveranstaltungen wie der Tourist Trophy auf der Isle of Man teilnehmen können. Bei BMW erwartet man allerdings, dass etwa jedes zweite der 750 angekündigten Exemplare von Sammlern aufgekauft und gar nicht für Rennsporteinsätze genutzt wird.

Dabei bietet die neue HP4 beste Voraussetzungen für schnelle Rundenzeiten. Vor allem in Hinblick auf den Leichtbau greift BMW in die Vollen. So wurde der Hauptrahmen vollständig aus Carbon gefertigt und soll nur 7,8 Kilogramm wiegen. Ebenfalls aus dem Leichtbaumaterial bestehen die Räder, die im Vergleich zu konventionellen Schmiederädern 30 Prozent Gewicht einsparen. Das fahrfertige Leergewicht liegt bei nur 171 Kilogramm. Trocken sind es sogar 25 Kilogramm weniger.

Der 1,0-Liter-Vierzylinder-Rennmotor kann 215 PS bei 13.9000/min in den Vortrieb werfen. Bezogen auf das Trockengewicht steht somit für jedes Kilogramm mehr als 1 kW/1,36 PS Leistung zur Verfügung. Rechnet man mit dem Leergewicht, beträgt das Leistungsgewicht 0,795 kg pro PS.

Darüber hinaus wurde die HP4 Race mit feinster Rennsporttechnik und Regelelektronik gerüstet. Letztere umfasst die in 15 Stufen gangselektiv programmierbare "Dynamische Traktionskontrolle" (DTC), die Engine Brake (EBR) sowie eine Wheelie Control. Außerdem gibt es einen Pit-Lane-Limiter für die Einhaltung des Limits in der Boxengasse sowie eine Launch Control für optimierte Rennstarts.

Auch bei der Bremsanlage setzt BMW auf Hightech-Lösungen. So werden die 320-Millimeter-T-Type-Racing-Stahlbremsscheiben von einteiligen Aluminium-Sätteln mit Titankolben in die Zange genommen. Die Fahrwerkskomponenten kommen ebenfalls aus dem Rennsport. Die Upside-down-Gabel vom Typ FGR 300 und auch das Federbein vom Typ TTX 36 GP stammen von Öhlins und werden baugleich auch in der Superbike-WM sowie in der MotoGP eingesetzt.

Die direkte Konkurrentin, die Ducati 1299 Superleggera, ist straßenzugelassen und kostet in Österreich 94.995 Euro - inklusive NoVA, liegt preislich also auf demselben Niveau wie die BMW, wenn man die NoVA herausrechnet. Die Ducati bringt ein Trockengewicht von 156 kg mit, ihr 1285 ccm großer V2-Motor leistet 215 PS bei 11.000/min. und liefert 146,5 Nm bei 9000/min.

(SPX)

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