16.04.2017 12:19 |

Tausende bei Messe

Papst spendete Ostersegen: "Fest unserer Hoffnung"

Vor Zehntausenden Gläubigen und Touristen hat am Sonntag Papst Franziskus auf dem Petersplatz in Rom den Segen "Urbi et Orbi" ("Der Stadt und dem Erdkreis") erteilt. Auf dem Platz hatte sich bei strahlendem Wetter schon seit dem frühen Morgen eine riesige Menschenmenge versammelt. Zuvor hatte Franziskus die Ostermesse gefeiert und dabei die zunehmende soziale Ungerechtigkeit verurteilt.

"Ostern ist das Fest unserer Hoffnung, nichts kann uns von der Liebe Gottes trennen", twitterte der Papst in neun Sprachen. Wie schon in den 31 Jahren davor war der Petersplatz für das Osterfest mit Blumen aus Holland prächtig und überwiegend in Gelbtönen geschmückt.

Antiterroreinheiten und Spezialkräfte der Polizei überwachten das Gelände rund um den Vatikan. Die Zeremonie auf dem Petersplatz ist mit einem Sündenablass für alle Menschen verbunden, die den Segen in gläubiger Haltung direkt in Rom, aber auch im Radio oder Fernsehen verfolgen. Auch deshalb ist der Segen sehr populär. Beim Segen benannte das Kirchenoberhaupt die vielen Krisenherde rund um den Globus.

Papst betete für Frieden, besonders in Syrien
Franziskus bat um mehr Anstrengungen, Konflikte zu beenden und leidenden Menschen beizustehen. Frieden erbat der Papst zunächst vor allem für Syrien und für das Heilige Land. Von den afrikanischen Krisenherden nannte Franziskus Nigeria, den Südsudan und den Kongo.

Der Papst plädierte für Initiativen zur Förderung des sozialen Friedens in Lateinamerika. Er regte zudem Bemühungen für Frieden in der Ukraine an und sprach sich auch für einen verstärkten Einsatz im Kampf gegen die "Plage der Korruption" und für die Stärkung der demokratischen Institutionen in allen Ländern aus. Franziskus bekundete außerdem seine Nähe zu Menschen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind.

"Globale Ungerechtigkeit, die tötet"
Bereits zuvor hatte er die zunehmende soziale Ungerechtigkeit auf der Welt verurteilt. Die Kluft zwischen Arm und Reich werde immer tiefer. Franziskus sprach von "globaler Ungerechtigkeit" und warnte vor einer "Wirtschaft, die tötet". Der Mensch müsse den Egoismus überwinden, in dem er gefangen sei, und auf die Mitmenschen zugehen.

Der Papst hatte die Osterfeierlichkeiten am Gründonnerstag mit der traditionellen Fußwaschung in einer Strafanstalt nahe Rom begonnen. Am Karfreitag verfolgte er vom Hügel Palatin oberhalb des Kolosseums den Kreuzweg, bei dem an den Leidensweg Jesu erinnert wird.

Ex-Papst Benedikt feierte 90. Geburtstag
Am Ostersonntag feierte übrigens der emeritierte Papst Benedikt XVI. seinen 90. Geburtstag. Seit seinem Rücktritt aus Altersgründen im Jahr 2013 - dem ersten eines Papstes in der Neuzeit - lebt er weitgehend zurückgezogen im Vatikan. Zu einem vorzeitigen Geburtstagsbesuch in seiner Wohnung machte ihm sein Nachfolger Franziskus am Donnerstag seine Aufwartung.

Michaela Braune
Michaela Braune

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