10.04.2017 10:26 |

US-Pläne

Smarte Drohnen sollen Grenze zu Mexiko überwachen

Die USA wollen bei der Überwachung der rund 3200 Kilometer langen Grenze zu Mexiko künftig vermehrt auf Drohnen setzen. Das geht aus einer Ausschreibung für Hersteller des Department of Homeland Security hervor, die bereits vor Donald Trumps Antritt zum US-Präsidenten im Sommer 2016 eingereicht und jetzt bis Ende April 2017 verlängert wurde.

Wie "The Verge" unter Berufung auf die Ausschreibung berichtet, sollen die Drohnen den Wünschen des US-Grenzschutzes zufolge klein genug sein, um per Fahrzeug transportiert zu werden, und einfach genug, um "in weniger als fünf Minuten" einsatzbereit zu sein.

Mittels Sensoren und Infrarotkameras sollen die unter 25 Kilo schweren Fluggeräte zudem in der Lage sein, automatisch über größere Distanzen hinweg zwischen "Tieren, Menschen und Fahrzeugen" zu unterscheiden. Eine integrierte Gesichtserkennung soll darüber hinaus direkt mit den Datenbanken von FBI und Heimatschutzministerium verbunden werden, um etwa vorbestrafte Schleuser zu identifizieren.

Damit Beamte die Drohnen notfalls auch ohne freie Hand steuern können, sollen diese im Gegensatz zu herkömmlichen Drohnen für Privatpersonen auch per Sprache befehligt werden können. Problematisch für die Hersteller könnte dabei laut Bericht jedoch vor allem eine Sache werden: die Kommunikation. Denn entlang der rund 3200 Kilometer langen Grenze zu Mexiko mangelt es an Handynetzen.

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