Schädling nachgewiesen

Gefräßiger Japankäfer in Vorarlberg aufgetaucht

Vorarlberg
29.07.2026 07:55
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Ein Exemplar des invasiven Insekts ging den Behörden am vergangenen  Freitag (24. Juli) im Vorarlberger Hörbranz in eine Falle. Nach zahlreichen Sichtungen im benachbarten Bayern werden nun die Kontrollen im grenznahen Raum massiv verstärkt, um eine mögliche Ausbreitung des Schädlings zu verhindern.

Im Zuge einer laufenden Abgrenzungserhebung wurde in einer aufgestellten Lockstofffalle in Hörbranz der erste Japankäfer dieses Jahres in Vorarlberg  sichergestellt. Die Überwachung war zuvor intensiviert worden, da auf bayerischer Seite, östlich von Lindau, bereits mehr als 30 Exemplare der gefräßigen Käfer gefunden wurden.

Bereits 2025 erste Funde
Schon im Juli des Vorjahres war in Hörbranz das erste Exemplar des Schädlings auf österreichischem Boden bestätigt worden. Im Zuge der Erhebungen konnten damals vier weitere Käfer in der Nähe des ursprünglichen Fundortes nachgewiesen werden. Es handelt sich heuer um das dritte Jahr in Folge mit Nachweisen in der Region.

Droht eine Sperrzone?
Die Ergebnisse der aktuellen Erhebungen sollen zeigen, ob und wie weit sich der Käfer bereits etabliert hat. Auf dieser Grundlage wird entschieden, ob ein abgegrenztes Gebiet als Befalls- und Pufferzone ausgewiesen werden muss. Aufgrund der unmittelbaren Grenznähe könnten davon auch Vorarlberger Gemeinden direkt betroffen sein.

Bevölkerung um Mithilfe gebeten
Der Käfer ist für Menschen harmlos, stellt aber eine erhebliche Gefahr für über 400 Pflanzenarten dar. Auffälligstes Merkmal des rund zehn Millimeter großen Tieres sind zwölf weiße Haarbüschel an den Seiten seines Hinterleibs. Bürger werden ersucht, verdächtige Funde zu fotografieren und dem amtlichen Pflanzenschutzdienst zu melden.

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