Kein Ende nehmen die Diskussionen um die neue einheitliche Parkzone der Stadt Klagenfurt. Auch am Freitag tappten zahlreiche Autolenker vor allem Pendler in die Falle und kassierten einen Strafzettel, weil die Linienmarkierungen nicht von Weiß auf Blau umgestellt wurde. Eine Aufhebung der Strafen wird gefordert.
Vor allem in der Lastenstraße südlich des Klagenfurter Hallenbades spielte es sich am Freitag wieder ab.
Alle Autos, die dort abgestellt worden waren, waren mit einem Strafzettel versehen. Die Betroffenen: Lauter Pendler, wie man an den Kennzeichen ablesen konnte: VI, FE, WO, SV, VK, . . . Sie waren offensichtlich in die Falle getappt, denn die Parkplätze südlich des Hallenbades sind noch immer mit weißen Linien markiert obwohl sie jetzt zur neuen Gebührenzone gehören.
Verkehrsexperten schütteln den Kopf: "Es kann nicht sein, dass jemand einen Wifi-Kurs besuchen muss, um die Regelung zu verstehen", meint Kärntens ARBÖ-Chef Thomas Jank.
Die Stadt will nun die komplette Zone (siehe Foto oben) blau markieren. "Auch wenn laut Gesetz Blau und Weiß erlaubt sind: Wir machen es einheitlich, um alle Unklarheiten auszuräumen! Mich macht das Thema auch schon narrisch. Sobald die Witterung es zulässt, kommt die Farbe drauf", verspricht Stadtchefin Maria-Luise Mathiaschitz. Als Erstmaßnahme würden blaue Kleber am Beginn der Zone angebracht.
Klaus Kotschnig (Bürgerallianz) fordert die Aufhebung der Strafen in allen Straßen, die noch nicht blau gekennzeichnet sind. "Wenn man so ein System umstellt, muss man eben auf den Frühling warten, markieren und dann umsetzen! Alles andere ist Abzocke."
Laut Auskunft der Stadt sei eine Rücknahme der Strafen aber nicht möglich.
Christian Rosenzopf, Kärntner Krone
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