Di, 18. September 2018

Wurden Feuer gelegt?

24.11.2016 22:47

Haifa: 60.000 Menschen flüchten vor Flammen

Wegen heftiger Brände sind am Donnerstag 60.000 Menschen aus der israelischen Küstenstadt Haifa in Sicherheit gebracht worden. Neben Wohnhäusern mussten auch zahlreiche öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Universitäten evakuiert werden. Die Regierung macht politisch motivierte Brandstifter für die Feuersbrunst verantwortlich. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu kündigte an, jede Brandstiftung als "Terrorakt" zu verfolgen.

Über dem Süden der Stadt lag dichter Rauch, die Luft war voller Asche. Löschflugzeuge flogen im Minutentakt über den Stadtteil Romema, um ein Übergreifen der Flammen auf eine Tankstelle zu verhindern. Der Flughafen der 250.000-Einwohner-Stadt wurde geschlossen, etwa 60 Menschen wurden wegen Atembeschwerden und anderen leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.

"Beispiellose" Evakuierung
"Insgesamt mussten wir 60.000 Einwohner in Sicherheit bringen - das ist beispiellos für Haifa", sagte Bürgermeister Yona Yahav. Polizeisprecher Micky Rosenfeld sagte, die Bewohner von acht Stadtteilen seien aufgefordert worden, wegen sechs verschiedener Brände ihre Häuser zu verlassen. Laut den Rettungskräften mussten einige Menschen gegen ihren Willen aus ihren Häusern gebracht werden.

Bildungsminister beschuldigt Araber
Bildungsminister Naftali Bennett von der ultrarechten Siedlerpartei Jüdisches Heim sagte: "Nur die, denen das Land nicht gehört, sind fähig, es in Brand zu stecken." Vertreter der israelischen Araber nannten Unterstellungen, jemand aus ihrer Gemeinschaft habe gezündelt, rassistisch. Der israelisch-arabische Abgeordnete Ayman Odeh sagte: "Wir leben seit Hunderten oder Tausenden von Jahren in diesem Land - und wir haben nie Feuer gelegt."

Laut Netanyahu gab es insgesamt 15 Feuer im Land. So wurden auch in der Umgebung von Jerusalem, in Nataf und Shaar Hagai, in Modiin im Zentrum des Landes sowie in der jüdischen Siedlung Talmon im israelisch besetzten Westjordanland Brände registriert. Das Feuer in Haifa weckte Erinnerungen an die verheerenden Brände von 2010 in Nordisrael, als in Haifa 44 Menschen gestorben waren.

Hilfsangebote aus dem Ausland
Die Armee entsandte zwei Bataillone und schickte Reservisten mit Material zur Unterstützung von Polizei und Feuerwehr. Zypern, Russland, die Türkei, Griechenland, Italien und Kroatien boten an, bei der Brandbekämpfung zu helfen - unter anderem mit Löschflugzeugen. Sogar seitens der palästinensischen Regierung wurde Hilfe angeboten.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Rückzug als Parteichef
Kern wird SPÖ-Spitzenkandidat bei Europawahl
Österreich
Bayern-Start in die CL
Rummenigge warnt vor Benfica ++ Sanches im Fokus
Fußball International
Perfekter CL-Start
Krasse Messi-Gala bei 4:0-Triumph des FC Barcelona
Fußball International
Nach Ekel-Attacke
Vier Spiele Sperre für Juve-Spucker Douglas Costa
Fußball International
CL-Hit im Liveticker
LIVE: Klopp kracht mit Liverpool auf Tuchels PSG
Fußball International
SPÖ-Chef tritt zurück
Kern beschert Strache „bizarre Überraschung“
Österreich
Zahlreiche Stichwunden
Spanische Top-Golferin Barquin (22) ermordet!
Sport-Mix

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.

Nachrichten aus meinem Bundesland
Die Bekanntgabe Ihres Bundeslandes hilft uns, Sie mit noch regionaleren Inhalten zu versorgen.