So, 21. Oktober 2018

Bankomat-Datenklau

23.06.2016 12:45

Massiver Anstieg von Skimming-Fällen in Wien

Die Zahl der Datendiebstähle am Bankomat ist in den vergangenen Monaten in Wien massiv gestiegen: Nach Angaben der Polizei vom Donnerstag wurden heuer in der Bundeshauptstadt schon 27 Fälle von Skimming angezeigt. Im gesamten vergangenen Jahr waren es "nur" 33 gewesen.

Die Masche ist immer dieselbe: Daten von Bankomat- oder Kreditkarten werden ausgelesen und auf Blanko-Karten kopiert. Diese Klone werden anschließend zum Geldabheben verwendet. Der rechtmäßige Eigentümer der Bankomatkarte bemerkt möglicherweise erst anhand seines Kontoauszugs, dass seine Kartendaten missbraucht wurden.

Manipulation für Laien kaum erkennbar
Möglich wird ein derartiger Datendiebstahl durch Manipulationen an den Geldausgabeautomaten: Hochprofessionell nachgebaute Aufsätze, die wie Originalbestandteile wirken, lesen die Daten beim Geldabheben heimlich aus. Der PIN-Code wird gleichzeitig durch eine Mini-Kamera ausgespäht. Für den Laien zu erkennen sind derart manipulierte Geldausgabeautomaten kaum, denn Ziffernpaneele und Kartenschlitze sind zumeist originalgetreu kopiert und platziert.

Die Aufsätze befinden sich nach Erfahrungen der Ermittler oft nur zwei bis drei Stunden an ein- und demselben Bankomaten. Dann werden sie vorsichtig entfernt und neuerlich verwendet. Bevorzugt werden Orte mit hoher Kundenfrequenz.

Nichts anfassen, Anzeige erstatten
Wer eine solche Manipulation bemerkt, sollte umgehend die Polizei alarmieren und die verdächtigen Teile nicht mehr berühren, rät die Exekutive. Möglicherweise können daran noch Spuren der Täter gefunden werden. Wer erst nach dem Abheben bemerkt, dass der Bankomat manipuliert war, sollte die verwendete Karte sperren lassen und das Bankinstitut informieren. Außerdem sei eine Anzeige wichtig, so die Polizei.

Hintermänner sitzen in Südamerika und Asien
Hierzulande erstmals registriert wurde dieses Kriminalitätsphänomen 2011. Ein Höhepunkt wurde 2102 mit 86 Anzeigen erreicht, dann sei die Zahl der Fälle kontinuierlich gesunken, sagte Polizeisprecher Paul Eidenberger am Donnerstag. 2012 seien drei Täter ertappt worden, in den folgenden drei Jahren insgesamt 22. Die Hinterleute sitzen allerdings in Südamerika und Südostasien. "Dort werden die Blankokarten 'bespielt' und auch verwendet", so der Polizeisprecher.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Zittern bis zuletzt
Hamilton startet auch in Austin aus der Pole
Motorsport
Erst Tor, dann out
Arm gebrochen! Messi fällt für den „Claisco“ aus
Fußball International
Spanier wundern sich
„Scheißdreck“-Sager: Bernat-Berater kontern Hoeneß
Fußball International
Deutsche Bundesliga
Bremen nach 2:0 auf Schalke vorerst Zweiter
Fußball International
Nur 1:1 gegen Genoa
Ronaldo trifft - Juve strauchelt trotzdem erstmals
Fußball International
Mbappe trifft
PSG-Wahnsinn! Zehnter Sieg im zehnten Ligaspiel
Fußball International
Nach Skandal-PK
„Super Zeichen“ - Kimmich verteidigt Bayern-Bosse!
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.