Mit Temposchwellern, Lärmmessgerät und rigorosen Kontrollen ist’s den Behörden gelungen, dass das 35-te Jubiläums-GTI-Treffen laut Polizei zum ruhigsten aller Zeiten wurde. Während Anrainer aufatmen, wartet der Tourismus ab, wie die Autofans reagieren und ob sie weiter als "Seefahrer" zum Wörthersee pilgern werden.
Ein paar Zentimeter zu wenig Bodenfreiheit, dort ein paar Dezibel zu laut - So viele behördliche Auflagen wie heuer mussten sich die GTI-Fans noch nie gefallen lassen. Das Ergebnis bringt Polizeisprecher Rainer Dionisio auf den Punkt: "Es war das ruhigste GTI-Treffen aller Zeiten!" Was die lärmgeplagten Anrainer freut, sorgt naturgemäß auf der GTI-Fanseite für Kopfschütteln: "Ich wurde für bauliche Veränderungen an meinem Wagen bestraft, die bei mir in Deutschland erlaubt sind", wundert sich ein GTI-Pilot. Auch wurde fleißig zu Alkovortests gebeten - 1341 Mal. Dionisio: "Lediglich drei Führerscheine mussten beim offiziellen Treffen abgenommen werden. Betrunken setzten sich GTI-Fahrer nicht hinters Steuer."
Es dreht sich also alles um die Sichtweise, denn während Organisator und Bürgermeister Markus Perdacher von einem "sehr gut besuchten Treffen" spricht, klagen einige Händler und Stadler über einem Umsatzrückgang von bis zu 40 Prozent.
Die laufende Diskussion für oder wider GTI-Treffen bringt übrigens Touristiker Karl Großmann auf dem Punkt: "Der Wörthersee war und ist eine Tourismusregion und darf nicht noch mehr zu einem reinen Wohnort für Promis werden, die gegen alles sind."
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