Was ist besser?

Foto-Software im Härtetest

Elektronik
27.07.2006 10:31
Wer aus seinen Fotos mehr machen will, kommt um die eine oder andere Sitzung am PC nicht herum. Dazu braucht’s dann folglich das richtige Werkzeug. Das renommierte österreichische Verbrauchermagazin „Konsument“ hat in seiner aktuellen Ausgabe deswegen verschiedene Bildbearbeitungsprogramme unter die Lupe genommen. Getestet wurden dabei sowohl Kauf-Programme als auch Freeware. Fazit: Die Gratis-Programme sind durchschnittlich bis gut - für Perfektionisten sind sie allerdings nur bedingt geeignet.

Für die Testreihe zog der „Konsument“ insgesamt neun Programm heran. Drei davon gibt’s gratis im Netz (Download-Links in der Infobox), die anderen kosten zwischen 30 und 92 Euro. Die Programme mussten verschiedene Aufgaben von automatischer Justierung der Helligkeit bis zur Retuschierung von roten Augen bewältigen. Ein „Sehr gut“ erhielt dabei nur Adobes Photoshop Elements 4.0. Die Software kostet 92 Euro, ist aber laut Konsument „rundum empfehlenswert“ und erreichte auf der Punkte-Skala im Test den Wert 80.

„Gut“ gab’s für…
Corel Paint Shop Pro X (€ 80,-) 79 Pkt.
Ulead PhotoImpact 11 (€ 84,-) 73 Pkt.
Zoner Photo Studio 7 professional (€ 38,-) 69 Pkt.
Microsoft Foto 2006 Suite Edition (€ 65,-) 67 Pkt.
Magix Digital Foto Maker 2006 (€ 30,-) 64 Pkt
The Gimp 2.2.9 (Freeware) 61 Pkt

„Durchschnittlich“ gab’s für…
Google Picasa 2.1 (Freeware) 57 Pkt
Hofer Fotomanager (Freeware) 48 Pkt

Wer faul sein will, muss zahlen
Wer seine Fotos nachträglich aufbereiten will, kommt heutzutage um eine geeignete Software nicht herum. In erster Linie will man Farbintensität, Helligkeit oder Kontrast mittels digitaler Technik verbessern und dafür eignen sich grundsätzlich alle. Wobei sich die optimale Einstellung nicht immer von selbst findet. So bieten zum Beispiel nur die Programme von Adobe, Ulead und Magix eine automatische Verbesserungsfunktion, die auch tatsächlich funktioniert. Google Picasa ist von den Freeware-Programmen laut „Konsument“ noch am ehesten im Stande, Bilder mit einem Klick zu verbessern. Wer faul sein will, muss aber meistens zahlen.

Perfektionisten werden mit Freeware nicht wirklich glücklich
Legt der Fotograf selbst Hand an die Regler für Farbsättigung, Kontrast und Co., so kann man auch mit den Gratis-Programmen akzeptable Resultate erzielen. In Sachen Power hapert’s bei der Download-Software ohnehin selten - von Dingen wie Bedienfreundlichkeit, Benutzeranleitungen oder Absturzsicherheit sollte man sich aber nicht allzu viel erwarten. Schwierig wird’s zum Beispiel auch beim Entfernen von roten Augen. Hier hatte bei den „Konsument“-Testern eindeutig die Bezahl-Software die Nase vorn.

Billig bedeutet Bildverwaltung – nur „The Gimp“ kann mehr
Der Test zeigte auch, dass die günstigere Kaufsoftware, genauso wie die Freeware von Hofer und Google, eher als Programme zur Bildverwaltung geeignet sind. Sprich: Foto-CDs brennen, Alben anlegen, Fotos sortieren, benennen und indizieren. Wer wirklich zurechtschnipseln will und seine Schnappschüsse technisch perfekt haben möchte, muss dann wirklich zu den sehr guten bzw. guten Kaufprodukten greifen. Einzige Ausnahme bei der Freeware stellt die Open-Source-Software „The Gimp“ dar. Sie ist zwar relativ kompliziert zu bedienen, steht aber in Sachen Leistung den kostenpflichtigen Programmen in (fast) nichts nach.

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