21.01.2016 08:58 |

Für fast 5 Mrd. Euro

Apple-Zulieferer Foxconn will Sharp übernehmen

Der Apple-Zulieferer Foxconn will offenbar den angeschlagenen japanischen Elektronikkonzern Sharp übernehmen. Das Unternehmen mit Sitz in Taiwan habe 625 Milliarden Yen (4,9 Milliarden Euro) angeboten, berichtete das "Wall Street Journal" am Donnerstag. Die Führungsspitze von Sharp solle bleiben, um den japanischen Behörden entgegenzukommen.

Die japanische Regierung will Insidern zufolge verhindern, dass Sharp zerschlagen und von ausländischen Firmen aufgekauft wird. Deshalb spreche der japanische Staatsfonds INJC derzeit mit Sharp darüber, wie dessen Unterhaltungselektronik-Sparte saniert werden könne, sagten mehrere mit der Sache vertraute Personen.

Dabei werde auch erwogen, die Sparte mit der des Rivalen Toshiba zu fusionieren. Die einst erfolgsgewohnten japanischen Firmen haben in den vergangenen Jahren kräftig Marktanteile etwa an Apple und Samsung verloren. Den Insidern zufolge hat der japanische Staat großes Interesse daran, seine Elektronikfirmen nicht in ausländische Hände zu geben. Sharp etwa verfügt über wichtige Patente. Der Fonds lehnte eine Stellungnahme ab.

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