02.01.2016 16:20 |

Wetterküche brodelt:

Schnee, Nebel und Regen!

Weiße Kunstschneebänder auf grün-braunen Bergrücken - so hat sich der Winter bisher in Kärnten und Osttirol präsentiert. Doch nun kommt Bewegung in die Wetterküche. Ein Adria-Tief bringt einige Schneeflocken nach Kärnten und in vielen Regionen sorgen die ersten Zentimeter Naturschnee für Winterspaß.

"Kärnten wurde nur von Ausläufern des Adria-Tiefs gestreift. Auf dem Balkan sind bis zu 20 Zentimeter Schnee gefallen", erklärt UBIMET-Meteorologe Roland Reiter. Dennoch reicht es, dass ein paar Zentimeter zusammengekommen. "Damit sind nun die Berge auch schön weiß. Die Schneemengen reichen allerdings nicht für Touren oder Schneeschuhwanderungen," ist der Wetterexperte gleich wieder Spielverderber.

Und ergiebige Schneefälle sind in der kommenden Woche nicht in Sicht. Reiter: "Das Wetter wird zwar wieder unbeständiger. Doch strömt milde Luft vom Atlantik nach Kärnten und die Schneefallgrenze steigt. Auf der Villacher Alpe auf 2000 Meter sind Temperaturen um den Gefrierpunkt zu erwarten. Das heißt, dass es auf den Bergen nur regnen könnte". Mit der Erwärmung in hohen Lagen steigt damit wieder das Nebelrisiko im Klagenfurter Becken und in Unterkärnten.

Eine Ursache für diesen ungewöhnlich schneearmen Winter könnte ein ausgeprägter "El Nino" sein. Diese auftretenden Strömungsänderungen im äquatorialen Pazifik haben Auswirkungen auf das Wetter weltweit. "Die Auswirkung in Mitteleuropa ist noch wenig erforscht. Doch scheint es einen Zusammenhang zu geben. Im Winter 1997/1998 gab es ähnlich starken El Nino und in Österreich einen milden Winter", so Reiter.

Dass der Schneefall aber komplett ausbleibt, das glaubt der UBIMET-Meteorologe allerdings nicht. "Die Winter werden kürzer. Auch Schneefälle treten oft erst später ein". Das zeigt ein Blick auf die vergangenen Jahre: Nach "grünen" Weihnachten brachten Tiefdruckgebiete im Jänner und Februar durchaus noch ergiebige Schneefälle.

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