Über den Beschluss der Abberufung des in Ungnade gefallenen Stadtwerke-Vorstandes Christian Peham wurde Dienstag in einer Sondergemeinderatssitzung abgestimmt. FPÖ und Neos waren dagegen; SPÖ, ÖVP, Grüne und die Bürger Allianz stimmten aber mit großer Mehrheit für die Abberufung. Dieser Beschluss ermächtigt die Bürgermeisterin und somit Eigentümervertreterin der Stadtwerke dazu, bei der Hauptversammlung am Freitag Morgen die Abberufung Pehams nahezulegen. Die Abberufung selbst wird dann vom Aufsichtsrat bestimmt, der sich Freitag Vormittag trifft.
Laut den Koalitionspartnern SPÖ, ÖVP und Grünen war das Vertrauen zum Stadtwerke-Vorstand zuvor gestört worden, weil Peham ohne Absprache mit der Stadt Schritte, wie beispielsweise die eigenmächtige Beschließung der Fernwärme-Preiserhöhung, gesetzt hatte.
Die Stadt strebt nun einen Vergleich mit Peham an, dessen Vertrag noch bis 2017 läuft. Bei voller Laufzeit stünden ihm noch 700.000 Euro zu. "Neben einem gewaltigen Imageverlust droht auch ein großer finanzieller Schaden", so Vizebürgermeister Christian Scheider (FP), der in dem Vorgehen eine "Umfärbeaktion" sieht.
Ob Pehams Posten als Stadtwerke-Vorstand nachbesetzt wird, lässt die Bürgermeisterin offen.
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