Mo, 15. Oktober 2018

IFA 2015

06.09.2015 12:29

Heißes Spiele-Tablet: Acer Predator 8 ausprobiert

Der taiwanesische PC-Spezialist Acer hat auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin sein neues Gaming-Tablet vorgestellt: das Predator 8 mit Android 5.1, Intels Atom-x7-Chip und ungewöhnlichem Äußeren mit vier Lautsprechern an der Front. Wie sich das im November erscheinende Gerät in der Praxis schlägt, hat krone.at in Berlin ausprobiert.

Acer hat seinem Predator-Tablet potente Komponenten spendiert: Ein 2,4 Gigahertz schneller Atom-x7-Vierkernprozessor mit 600 Megahertz schneller Intel-HD-Grafik stellt die nötige Rechenpower bereit und kann auf zwei Gigabyte RAM zurückgreifen. Das Display misst acht Zoll in der Diagonale und hat Full-HD-Auflösung. Das Tablet bietet – je nach Modell – 32 oder 64 Gigabyte Speicher und kann mit microSD-Karten erweitert werden.

Test-Tablet auf der IFA wurde ziemlich heiß
Beim Kurztest auf der IFA zeigte das Gerät, dass es durchaus in der Lage ist, Android-Spiele in ansehnlicher Qualität darzustellen. Am Acer-Stand wurde das Tablet mit dem optisch recht anspruchsvollen Rennspiel "Asphalt 8" demonstriert, das flüssig auf dem Spiele-Tablet lief. Allerdings: Auf der Messe – die Testgeräte liefen hier im Dauerbetrieb - hatten wir den Eindruck, dass das Predator-Tablet gerade bei längeren Spiele-Sitzungen an der Rückseite stellenweise sehr heiß wird. Das kann den Chip dazu zwingen, sich zu drosseln und so Leistungseinbußen nach sich ziehen.

Das Gehäuse des Predator 8 kommt recht verspielt daher und liegt weitgehend vernünftig in der Hand. "Weitgehend", weil die Lautsprecher-Ausbuchtungen Geschmackssache sind und wohl nicht bei jedem Nutzer Anklang finden werden. Die Verarbeitungsqualität erschien uns beim Kurztest solide. Dicke und Gewicht (380 Gramm) gehen in Ordnung, als Leichtgewicht geht das Acer-Tablet so aber nicht durch.

Nette App-Dreingaben, schwache Kamera
Die Klangqualität der vier in Gehäuseausbuchtungen angesiedelten Lautsprecher an der Front ließ sich in der lauten Messeumgebung kaum beurteilen und muss erst in leiserer Umgebung geprüft werden. Einige nette Software-Features sind an Bord: Eine Anwendung bietet Audio-Voreinstellungen, mit denen das Gerät an das jeweilige Benutzungsszenario – etwa Gaming, Filmschauen, Musikhören – angepasst werden kann.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass Acers Spiele-Tablet dem Nutzer bei der Kamera Kompromisse abverlangt: Die Hauptkamera an der Rückseite bietet nur fünf Megapixel Auflösung und hat keinen Blitz. Für mehr als den einen oder anderen Schnappschuss reicht das unserer Einschätzung nach nicht. Acer will sein Predator-Tablet im November auf den Markt bringen. Preislich dürfte es sich – je nach Speichergröße - im Bereich der 300 bis 350 Euro ansiedeln.

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