Heta, Schulden etc.

Moody’s droht NÖ mit Verlust des Top-Ratings

Wirtschaft
16.05.2015 11:28
Die US-Ratingangentur Moody's droht dem Land Niederösterreich mit der Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit, die derzeit noch mit der Bestnote "Aaa" bewertet wird. Als Grund führt Moody's den Zahlungsstopp der staatlichen Bad Bank Heta, sowie die relativ hohe Verschuldung Niederösterreichs und die Auswirkungen der Konjunkturverlangsamung auf die Finanzkraft des Bundeslandes an.

Gefahr droht dem Land über die Hypo Niederösterreich, die dem Bundesland zu 100 Prozent gehört und die für die Pfandbriefbank geradesteht. Die Pfandbriefbank wiederum geriet nach dem Zahlungsstopp der Heta unter Druck, weil die frühere Hypo Alpe Adria - die nunmehrige Heta - wegen des durch die Bundesregierung verhängten Zahlungsstopps in der Zeit des Moratoriums fällig werdende Anleihen der früheren Hypo in Höhe von 1,2 Milliarden Euro nicht bedienen kann.

Die Bonität der Pfandbriefbank selbst wurde von Moody's am 8. Mai um fünf Stufen von "A2" auf "Ba1" abgestuft. Das ist bereits eine spekulative Anlagenklasse. Über die Pfandbriefbank finanzieren sich die Hypos in Österreich. Die Bewertung der Pfandbriefe der Hypo Niederösterreich wurde von "Aaa" auf "Aa1" gesenkt.

Niederösterreichs Finanzlandesrat Wolfgang Sobotka sieht dennoch keinen Grund zur Sorge. Moody's prüfe nicht jedes Land, sondern habe vom Land Niederösterreich einen Prüfungsauftrag erhalten. "Moody's prüft jetzt drei Monate - 'Watch' ist kein 'Downgrade'." Sobotka meinte zur Begründung der Ratingagentur: "Natürlich ist das Heta-Moratorium eine Belastung - etwas anderes wurde nie gesagt."

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