Mi, 12. Dezember 2018

Tipps von Expertin

24.03.2018 15:00

So verstecken Sie Osternester richtig

Wer hat es als Kind nicht erlebt: gefühlte Stunden nach dem Osternest gesucht und weder Süßigkeiten noch bunte Eier gefunden. Viele Eltern fragen sich daher, wie man das Osternest für die Kleinen aus pädagogischer Sicht richtig versteckt. Antworten und wertvolle Tipps zu diesem Thema hat die Schweizer Trauma- und Lerntherapeutin Romea Bausch.

Das Suchen von Ostereiern und -nestern forme den Charakter, so Bausch. Die Aufgabe solle für das Kind nicht zu einfach, aber auch nicht zu schwierig sein. Es solle bei der Suche keinesfalls überfordert werde, denn dann werde es frustriert und verliere die Freude daran. Und das ist laut der Trauma- und Lerntherapeutin schlecht für die kindliche Entwicklung: "Das Kind verliert so überhaupt die Fähigkeit, daran zu glauben, dass es etwas erreichen kann."

Osternester altersgerecht verstecken
Sie empfiehlt daher, das Nest so zu deponieren, dass es die Kinder auch finden können - sprich: dem Alter entsprechend und in der Reichweite des Nachwuchses. Vor allem für die Kleineren soll das Osternest auch im Sichtbereich liegen und nicht zu hoch deponiert sein. Bei schon etwas größeren Kindern kann man die Süßigkeiten, Eier und Geschenke aber mit ruhigem Gewissen etwas raffinierter verstecken.

Romea Bausch rät generell von zu leichten Verstecken ab: "Wenn es zu einfach ist, verliert das Kind das Interesse, weil es nichts entdecken kann", so die Lerntherapeutin. Und das sei aus pädagogischer Sicht nicht günstig, weil der Nachwuchs so den Eindruck gewinnen müsse, dass immer "alles gleich da" ist.

Kritisieren schadet dem Selbstvertrauen
Wichtig sei, so Bausch, dass die Eltern ihre Kinder bei der Suche unterstützen - etwa indem sie bei den Kleinsten eine Spur aus Schokoladeeiern zum Versteck legen. Und sie rät den Erwachsenen, selbst dann cool zu bleiben, wenn sich der eigene Sproß nicht gerade als Sherlock Holmes entpuppt. Ein absolutes No-Go sei es, den Nachwuchs bei der Suche zu kritisieren. "Ein Kind, das immer wieder kritisiert wird, wird zu einem unsicheren Menschen mit wenig Selbstvertrauen", so die Schweizerin.

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