13.03.2006 17:03 |

Sicherheitsleck

Tausende CIA-Mitarbeiter enttarnt

Desaster für den US-Geheimdienst: Mit völlig legalen Online-Recherchen konnte der „Chicago Tribune“ tausende Angestellte, geheime Trainingslager und die berüchtigten Flugzeuge der CIA identifizieren. Der nicht mehr so geheime Geheimdienst gab sich ob der Erkenntnisse „geschlagen“ und gestand Mängel in der Tarnung ein.

Im Rahmen eines Experimentes gelang es dem „Chicago Tribune“ über 2.600 CIA-Agenten, Scheinfirmen, Flugzeuge und rund zwei Dutzend Standorte des Geheimdienstes zu enttarnen. Und das alles mit völlig legalen, jedem zugänglichen Mitteln. Zu denen zählen laut Bericht: „Telefoninformationen, Dokumente über Immobilienverkäufe, Wahlregistereinträge, Gerichtsurteile, Grundsteuerbescheide, Offenbarungseide, Handelsregistereinträge und ähnliches.“

Genaue Vorgehensweise wird nicht verraten! 
Zur genaueren Vorgehensweise verraten die Reporter allerdings genauso wenig, wie über die Namen von Agenten, Tarnfirmen oder Standorten – weil das „Datamining“ in den falschen Händen ein „gefährliches Instrument sei.“ Außerdem informierte man vor der Veröffentlichung der Erkenntnisse den CIA.

CIA gelobt „Besserung“
Die „Geheimen“ zeigten sich beeindruckt. „Tarnung ist immer wieder ein Thema; wir bemühen uns immer wieder darum, sie zu verbessern“, sagte CIA-Sprecher Tom Crispell. Man räumte außerdem ein, dass die Möglichkeiten zur Tarnung in Zeiten des Internet schwieriger geworden seien. Inzwischen arbeite die CIA aber bereits an Strategien, um die aufgezeigten Sicherheitslecks zu kitten.