Der Villacher Fasching sorgt längst nicht nur in der Draustadt für närrisches Treiben. Tradition hat der Besuch einer Abordnung des Villacher Faschings in der Wiener Lugner City. Mit nur neun Sitzungen wartet in Villach heuer ein extrem kurzer Fasching.
Dass die Villacher Faschingsnarren einmal im Jahr die Lugner City in Wien besuchen, hat mittlerweile schon Tradition. Der verstorbene Baumeister Richard Lugner galt als großer Faschingsfan und ließ es sich nicht nehmen, während der Faschingszeit persönlich in der Draustadt vorbeizuschauen. Seine Tochter Jacqueline führt diese Tradition nun weiter und empfing heuer die Villacher Narren im Einkaufszentrum.
Diesmal machten sich gleich 14 Hauptdarsteller des Villacher Faschings auf den Weg in die Bundeshauptstadt. „Der Vorstand und der Ministerrat waren mit“, erzählt Faschingskanzler Karl Glanznig. Die Villacher Delegation wurde in der Lugner City herzlich empfangen. „Die Gastfreundschaft war groß“, berichtet Glanznig. Natürlich durfte auch ein Stück Villacher Lebensgefühl nicht fehlen: Ausgeschenkt wurde Villacher Bier, das längst zu den kulinarischen Botschaftern der Draustadt zählt. Damit wurde der Besuch zu einer gelungenen Gelegenheit, den Villacher Fasching auch in Wien gebührend zu präsentieren und die närrische Stimmung über die Kärntner Landesgrenzen hinauszutragen.
Nur neun Faschingssitzungen in Villach
„Das Faschingspärchen war leider noch nicht dabei, das wird erst am kommenden Samstag vorgestellt“, kündigt Glanznig an. Für den Faschingskanzler und sein Team steht heuer eine besonders kurze, dafür umso intensivere Saison bevor. „Ab 8. Jänner geht es los, wir haben heuer nur neun Sitzungen. Es gab auch schon 30“, erzählt Glanznig. Die verkürzte Saison verlange eine kompakte Planung.
Munition zum Lachen ohne Ende
Ein besonderer Termin wartet Ende Jänner: „Zwischen 28. und 30. Jänner wird für die ORF-Show am Faschingsdienstag aufgezeichnet“, erzählt der Faschingsnarr.
Für reichlich Stoff zum Lachen ist in der Draustadt ohnehin gesorgt. Und das Interesse der Villacher ist groß. „Nicht nur der gefallene Milliardär René Benko steht im Rampenlicht, wir beschäftigen uns mit der Regierung und dem ORF. Sie alle liefern uns Munition ohne Ende.“
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