Härtere Gangart

Auch in Linz sollen Öffi-Rüpel 50 Euro blechen

Oberösterreich
07.11.2026 10:00

Laute Musik, nervige Telefonate oder Alkoholkonsum: Wer anderen Fahrgästen in Bus und Bim auf die Nerven geht, soll künftig zur Kasse gebeten werden. Das fordert zumindest der Linzer FP-Sicherheitsstadtrat Michael Raml. Vorbild ist Wien.

Wer kennt sie nicht, die unangenehmen Begleiterscheinungen einer Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Musik, die lautstark aus Handylautsprechern dröhnt, Fahrgäste, die ihre Telefonate mit der halben Bim teilen, oder Menschen, die sich schlichtweg nicht benehmen können. Geht es nach dem Linzer Sicherheitsstadtrat Michael Raml (FPÖ), könnte solch rücksichtsloses Verhalten künftig teuer werden.

Wien als Vorbild
Nachdem die Wiener Linien angekündigt haben, verstärkt gegen störende Fahrgäste vorzugehen und dafür 50 Euro Strafe einzuheben, will Raml nun auch in Linz härtere Saiten aufziehen. Die bestehenden Beförderungsbedingungen der Linz Linien sollen verschärft, Verstöße konsequent geahndet werden. Dabei geht es nicht nur um laute Musik oder Videos ohne Kopfhörer. Auch störende Telefonate, Alkoholkonsum und andere Belästigungen sollen künftig mit 50 Euro bestraft werden können.

„Appelle alleine reichen nicht“
Erst kürzlich hatten die Linz Linien mit einer Kampagne für mehr Respekt und gegenseitige Rücksichtnahme geworben. Für Raml ein Schritt in die richtige Richtung, aber längst nicht genug. „Die Erfahrungen zeigen, dass nette Appelle allein viel zu kurz greifen“, kritisiert der Freiheitliche. Deshalb fordert er neben strengeren Regeln auch zusätzliches Kontrollpersonal. Dieses soll dafür sorgen, dass die Vorschriften tatsächlich eingehalten werden. „Es kann nicht sein, dass sich rücksichtslose Fahrgäste alles erlauben können, während die große Mehrheit darunter leiden muss“, so Raml.

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