Reality-TV-Star Yasin Mohamed ist wegen Vergewaltigung verurteilt worden. Das Amtsgericht München sah es als erwiesen an, dass der 35-Jährige nach den Dreharbeiten zu „Love Island VIP“ seine TV-Kollegin Sophie Imelmann zum Geschlechtsverkehr gezwungen hatte, und verhängte eine Bewährungsstrafe.
Am Mittwoch wurde Mohamed in München zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten auf Bewährung verurteilt. Zudem muss der 35-Jährige 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Die Bewährungszeit beträgt drei Jahre, berichteten deutsche Medien. Die Verteidigung kündigte direkt nach der Verurteilung an, Rechtsmittel gegen die Entscheidung einzulegen.
Die Staatsanwaltschaft hatte zwei Jahre und acht Monate Haft gefordert, die Verteidigung auf Freispruch plädiert.
„Eine Vergewaltigung ist eine Vergewaltigung“
„Es war ein Übergriff, das wollen wir hier nicht kleinreden“, sagte die Richterin laut „tz“ bei der Urteilsverkündung. „Eine Vergewaltigung ist eine Vergewaltigung.“ Das Gericht sei überzeugt, dass der Reality-Star ein deutliches Nein von Imelmann zwar verstanden, sich aber darüber hinweggesetzt habe.
Nach der Urteilsverkündung brach Imelmann im Gerichtssaal in Tränen aus. „Ich bin unfassbar erleichtert und am Ende meiner Kräfte“, erklärte sie dem „Berliner Kurier“.
Vorfall nach Dreh in Griechenland
Zu dem Übergriff soll es im Sommer 2024 nach dem Dreh zu „Love Island VIP“ in Griechenland gekommen sein. In der RTLzwei-Datingshow kamen sich Mohamed und Imelmann näher, verließen diese als Paar. Im Hotel sei es nach dem Dreh zu einem Streit gekommen, woraufhin die beiden in getrennte Hotelzimmer gegangen seien. Später suchte Imelmann Mohamed in seinem Zimmer auf, um die Differenzen aus der Welt zu räumen.
Sophie Imelmann und Yasin Mohamed lernten sich bei der Datingshow „Love Island VIP“ kennen. Nach dem Finale soll es zu dem Vorfall gekommen sein:
Nach einvernehmlichen Küssen und körperlicher Nähe habe Imelmann deutlich gemacht, dass sie keinen Geschlechtsverkehr will. Wie die Reality-TV-Darstellerin vor Gericht aussagte, habe sie Angst vor einer Schwangerschaft und sexuell übertragbaren Krankheiten gehabt. Dennoch sei Mohamed zweimal ohne Kondom in sie eingedrungen, so „tz“.
Mohamed bestritt Vorwürfe
Der Reality-Star bestritt die Vorwürfe. Wie seine Verteidigung argumentierte, habe Mohamed die Situation als einvernehmlich wahrgenommen.
Es sei eine „stark untypische Vergewaltigung“, erklärte das Gericht, da der Vorfall von „sehr ambivalenten Verhalten“ geprägt worden sei. Dennoch sei ein Nein als Nein zu akzeptieren.
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