Bevor neue Technologien in Unternehmen zum Einsatz oder auf den Markt kommen, werden sie auf Herz und Nieren getestet. Das können Firmen künftig am Campus der Johannes Kepler Universität in Linz tun – in einem neuen Testlabor der Forschungseinrichtung Silicon Austria Labs (SAL).
„Betriebe testen hier unter echten Produktionsbedingungen, bevor sie investieren“, sagt SAL-Finanzchefin Isabel Tausendschön. „Ein Testbed lebt von der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, die neue Lösungen brauchen, und Forschung, die sie möglich macht. Linz ist dafür der richtige Ort, denn hier arbeiten Forschung und Wirtschaft nicht nebeneinander, sondern miteinander.“
Aus Forschung soll Anwendung werden
Der Fokus des Labors liegt auf den Mobilfunktechnologien 5G und 6G. Unternehmen jeder Größe erhalten Zugang zu dem Labor, das offiziell 5G/6G-Testbed heißt. Darin können Technologien unter realen Industriebedingungen entwickelt und erprobt werden. So sollen Forschungsergebnisse möglichst rasch in die (industrielle) Anwendung gebracht werden.
Die Forschungseinrichtung Silicon Austria Labs hat Standorte in Graz, Villach und Linz. Kooperationspartner sind etwa die Unternehmen Liwest, Linz AG, Nokia, OMRON, Magna und Agilox.
„Nächster Schritt“ in KI-Strategie
Für Landeshauptmann Thomas Stelzer (VPÖ) ist die Eröffnung der „nächste Schritt unserer KI-Exzellenzstrategie“. Infrastrukturminister Peter Hanke (SPÖ) sagt anlässlich der Erweiterung der Testumgebung: „Österreich soll Schlüsseltechnologien selbst entwickeln und nicht nur zukaufen. So sichern wir Wertschöpfung und Hightech-Arbeitsplätze im eigenen Land.“
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