„Hospizkultur und Palliative Care in Alten- und Pflegeheimen“, kurz HPCPH, soll die Kompetenzen für eine würdevolle Begleitung am Lebensende gezielt zu stärken. Denn die Landsleute kommen immer später und auch kränker in die Heime. Und zu zu einem Altern in Würde gehört auch ein würdevoller Abschied.
„Mit der „OÖ Pflegestrategie 2040“ verfolgt das Sozialressort des Landes Oberösterreich einen Plan, um die Herausforderungen der alternden Gesellschaft gut zu bewältigen. Die ältere Generation soll auch in Zukunft eine verlässliche und bedarfsgerechte, wohnortnahe und leistbare Pflege und Betreuung erhalten. Dazu werden die Hospizdienste – in Ergänzung zum Gesundheitsbereich – gezielt weiterentwickelt. Dazu gehört, die Kompetenzen in der Hospiz- und Palliativversorgung nun verstärkt auch in Alten- und Pflegeheimen bedarfsgerecht auf- und auszubauen, denn zu einem Altern in Würde gehört auch ein würdevoller Abschied.
Am Ende des Lebens braucht jeder Mensch die Gewissheit: Ich bin nicht allein. Meine Wünsche werden respektiert, meine Schmerzen und Ängste ernst genommen.

Soziallandesrat Christian Dörfel
Bild: FOTOKERSCHI / WERNER KERSCHBAUMM
Es geht später und kranker ins Heim
Ältere Menschen ziehen heute tendenziell später und mit komplexeren Erkrankungen in ein Alten- und Pflegeheim. Viele befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium einer Demenzerkrankung. Zudem wird die Verweildauer der Bewohner in einem Alten- und Pflegeheim kürzer. Das bedeutet, das Sterben gehört zum Alltag. Die Pflege- und Betreuungskräfte begleiten dadurch häufiger schwerkranke und sterbende Bewohner.
Umso wichtiger ist es, dass die Mitarbeiter/innen über grundlegendes Wissen in der Hospiz- und Palliativbegleitung verfügen und eine gute Hospizkultur im Pflegealltag und im Alten- und Pflegeheim verankert wird.
Stärkung der Kompetenzen
Damit kommt das Projekt „Hospizkultur und Palliative Care in Alten- und Pflegeheimen“ (HPCPH) ins Spiel, um die Kompetenzen für eine würdevolle Begleitung am Lebensende gezielt zu stärken. Ab 2027 sollen pro Jahr jeweils in zehn ausgewählten Alten- und Pflegeheimen die Kompetenzen für eine würdevolle Begleitung am Lebensende gezielt ausgebaut werden. Im Konzept vorgesehen sind speziell ausgebildete Palliativbeauftragte pro Heim sowie Fort- und Weiterbildungen mit dem Ziel, 80 Prozent der Mitarbeiter zu schulen. Der Entwicklungsprozess soll je Haus zwei bis drei Jahre dauern und die Hospizkultur und Palliative Care dauerhaft im Pflegealltag verankern Das Sozialressort des Landes Oberösterreich übernimmt die Kosten für die Fort- und Weiterbildungsworkshops der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Alten- und Pflegeheimen.
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