Tunnel-Fertistellung

75.000 Lkw-Fahrten weniger durch Linzer Innenstadt

Oberösterreich
04.11.2026 13:45

Ausstellung zu A26 im Bergschlösslpark soll Anrainern und Interessierten Infos zu den Bauabschnitten geben. Detailreiches Bild zu Planung und Tunnelbau der Westumfahrung.

Erst vor zwei Wochen wurde bekannt, dass die Kosten für den Westring um 120 Millionen Euro hinauf korrigiert werden müssen. Die Ursache: gestiegene Preise, Inflation und geänderte gesetzliche Rahmenbedingungen. Während die einen von einem Fiasko sprechen, reden die Befürworter von einem Jahrhundertprojekt. Das nun mithilfe einer Ausstellung im Bergschlösslpark Anrainern und Interessierten detailreiche Informationen zu den weiteren Bauabschnitten liefern sollen.

Eine Million Tonnen an Material
Denn seit August wird im zweiten Bauabschnitt das „Kernstück“ der A 26 umgesetzt. Der neue Tunnel verläuft unterhalb des Freinberg-Massivs, der Ziegeleistraße und der Waldeggstraße. „Beim Tunnel Freinberg werden 500.000 Kubikmeter Material ausgebrochen, um den Tunnel fertigzustellen. Das sind über eine Million Tonnen an Material, was rund 75.000 LKW-Fahrten mitten durch die Linzer Innenstadt wären. Um das zu vermeiden, wurde die Lösung gewählt, dass das gesamte Material durch die Schifffahrt abtransportiert wird“, so Sebastian Stöcklegger, Projektleiter A26 Etappe 2. Ein mehr als drei Kilometer langer Tunnel durch den Freinberg soll die Ende 2024 eröffnete Donautalbrücke mit der Mühlkreisautobahn (A7) verbinden. Für das Jahr 2032 ist die Verkehrsfreigabe der zwei getrennten Röhren – mit jeweils zwei Fahrspuren – gemeinsam mit der Unterflurtrasse Waldeggstraße geplant. Der dritte und letzte Abschnitt mit der Westbrücke soll von 2033 bis 2035 umgesetzt werden.

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