Böller-Terror, zerstörte Haltestellen und immer wieder gesprengte Automaten: Im Linzer Süden sorgen Vandalen seit geraumer Zeit für Angst und Ärger. Zuletzt wurde bei der Haltestelle Schörgenhubstraße ein Fahrscheinautomat in die Luft gejagt. Jetzt fordert Stadtvize Martin Hajart Konsequenzen.
Vermummte Jugendliche, die mit Böllern und Kugelbomben Anrainer verängstigen – die „Krone“ hat berichtet -, mutwillig zerstörte Haltestellen und gesprengte Automaten – diese Vorfälle sorgen seit Monaten für Ärger in Oberösterreichs Landeshauptstadt. Besonders betroffen waren zuletzt der Spallerhof und Auwiesen. Ein Ende der Vandalenakte scheint nicht in Sicht. Erst Ende vergangener Woche schlugen unbekannte Täter bei der Straßenbahnhaltestelle Schörgenhubstraße wieder zu und sprengten den Fahrscheinautomaten in die Luft. Ein Vorfall, der Erinnerungen an die Station Rädlerweg weckt.
Wartehäuschen aus Wellblech
Dort wurden in den vergangenen Jahren ebenfalls mehrfach Automaten zerstört. Die Schäden und ständigen Schmierereien nahmen derartige Ausmaße an, dass die Linz Linien Konsequenzen zogen: Statt eines gläsernen Wartehäuschens steht dort mittlerweile eine schlichte Wellblechkonstruktion. Auf einen Fahrscheinautomaten und eine digitale Fahrgastanzeige wird wegen des wiederholten Vandalismus verzichtet.
Umfassendes Jugendprogramm gefordert
Für VP-Stadtvize Martin Hajart ist das Maß nun voll. Er fordert SP-Stadtchef Dietmar Prammer sowie Jugend- und Sozialreferentin Karin Leitner auf, ein umfassendes Jugendprogramm für den Süden auszuarbeiten und dieses eng mit der Polizei abzustimmen. Darüber hinaus spricht sich Hajart für eine Videoüberwachung an den Öffi-Haltestellen aus – beginnend bei jenen, an denen gehäuft Vorfälle auftreten. Hajart: „Es braucht einen Plan, der über einzelne Einsätze hinausgeht und dauerhaft für mehr Sicherheit sorgt.“
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