Ein Linzer Vater, der am Mittwoch unter der Halloween-Ausbeute seiner beiden Kinder (4 und 8) einen Schokoriegel mit Nagel gefunden hatte, war am Samstag selbst als Begleiter dabei. Während der Tour war ihm nichts Verdächtiges aufgefallen. Auch nicht, als er und sein Sohn die ersten Süßigkeiten verkosteten. Seiner Frau fiel dann glücklicherweise eine Lücke bei einer Verpackung auf.
„Wir sind am Samstag unsere übliche Halloween-Route durch Ebelsberg gegangen. Es waren acht Kinder und drei Erwachsene unterwegs“, erzählt Familienvater Alexander A. aus Linz.
Die Kinder hätten an mehreren Haustüren in der Nachbarschaft geläutet und jede Menge Naschereien bekommen. Bei manchen Häusern waren Süßigkeiten auch schon vor dem Eingang zur Mitnahme bereitgestellt.
Spaziergang zu 50 Türen
„Es waren etwa 50 Türen, zu denen wir gegangen sind. Nach zweieinhalb Stunden haben wir dann Schluss gemacht, alle Geschenke auf einen Haufen geschüttet und jedes Kind hat sich genommen, was es besonders gerne isst“, so der 29-Jährige. Seine Tochter Emilia (8) und der an Autismus leidende Sohn Leon (4) waren begeistert.
Am Dienstagvormittag verkosteten Papa Alexander und der Vierjährige zwei Schokostücke der Ausbeute. „Es war alles in Ordnung und hat gut geschmeckt“, sagt A. Am Nachmittag wollte der Vater noch ein Milka-Mini verkosten. „Meiner Gattin Melanie ist aber eine kleine Öffnung im Verpackungspapierl aufgefallen, bei uns haben sofort die inneren Alarmanlagen geschrillt.“
Magnet zeigte nichts an
Der 29-Jährige, der zuvor auch schon Warnungen in den sozialen Medien gesehen hatte, entfernte die Verpackung und zog zunächst einen leichten Magneten über den Schoko-Snack. „Eigenartigerweise wurde der vom Riegel aber nicht angezogen.“ Dann zerteilte er vorsichtig die Süßigkeit und stieß auf einen etwa einen Zentimeter langen Metallnagel. „Dieser war richtig gut versteckt worden.“
A. ließ alles so stehen und liegen und schlug bei der Polizei Alarm. „Die Beamten waren rasch mit der Spurensicherung da und haben die verdächtigen Teile mitgenommen.“
Andere Snacks waren unbedenklich
In den anderen Naschereien wurden keine Metallspitzen gefunden. „Ich hab‘ aber alles weggeschmissen und den Kindern gesagt, dass wir ihnen neue Süßigkeiten kaufen werden.“ Allerdings: Emilia und Leon haben derzeit auch keinen Appetit darauf. „Die Emilia war nach dem Fund erschrocken, sie hat gefragt, ob man sich recht wehtun könnte, wenn man da reinbeißt.“
Wer hinter der heimtückischen Tat steckt, ist noch unklar. A.: „Die Polizei bekommt von mir noch die genaue Routenbeschreibung. Ich hoffe sehr, dass der Täter ausgeforscht wird.“
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