Wieder hatten die Salzburger Bergretter einen langen nächtlichen Einsatz. Rund zehn Stunden dauerte in der Nacht auf Mittwoch die Bergung eines abgestürzten Tschechen (27) im Birgkar am Hochkönig. Der Sportler stieg vom Matrashaus ab und stürzte in eine Rinne.
Der Bergsteiger kam beim Abstieg im Birgkar auf etwa 2300 Metern Höhe zu Sturz und rutschte in eine Rinne. „Er hatte Glück, dass er dort zu liegen kam. Denn es geht in diesem Bereich noch weit runter über steile Felswände. Wir haben seinen Absturzort auf der Karte unseres Einsatzsystems gesehen“, sagt Ortsstellen- und Einsatzleiter Haggenmüller. Die Ortung des Verunglückten erwies sich allerdings schwierig.
„Schwere Verletzungen“
Um 22.30 Uhr erreichten die Bergretter schließlich den Verunglückten. „Er wurde durch unseren Bergrettungsarzt notärztlich versorgt. Er hatte schwere Verletzungen an beiden Händen, an Rippen und Wirbelsäule“, so der Einsatzleiter. Durch Abseilen brachten die 34 Bergretter aus Mühlbach und Dienten den Mann schließlich ins Tal. Der Einsatz dauerte bis 4 Uhr in der Früh.
Der Tscheche hatte sich auf eine Route aus einer App verlassen. Das Birgkar ist allerdings seit Längerem im oberen Teil – oberhalb des Notausstieges vom Königsjodler Klettersteig – gesperrt.
Erst in der Nacht auf Sonntag mussten die Retter einen Bayern aus dem Königsjodler-Klettersteig retten. Zuvor hatten ihn Bergkameraden auf eigenen Wunsch hin zurückgelassen. Der gefährliche Einsatz unter widrigen Bedingungen dauerte 14 Stunden.
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