„Lebensgefährlich“

Bergung von Deutschem (20) dauerte 14 Stunden!

Salzburg
01.11.2026 14:02
Porträt von Salzburg-Krone
Von Salzburg-Krone

Drei Deutsche stiegen am Samstag in den Klettersteig Königsjodler in Dienten am Hochkönig ein – viel zu spät und trotz widrigem Wetter.  Im Bereich des Notausstiegs auf etwa 2600 Meter Seehöhe kam einer der drei, ein 20-Jähriger nicht mehr weiter. Seine Kameraden ließen ihn zurück, er setzte einen Notruf ab. Die Bergrettung berichtet über einen „für alle lebensgefährlichen“ Einsatz.

Trotz Warnung einer Bergsteigerin sowie schlechter Wetterprognosen beschlossen die drei Deutschen ihren gefährlichen Ausflug auszuführen. Gegen 19 Uhr konnte einer der drei, ein 20-Jähriger, im herausfordernden Klettersteig Königsjodler nicht mehr weiter – und setzte einen Notruf ab. Seine Kameraden ließen ihn zurück und gingen weiter – bis sie vor dem geschlossenen Matrashaus in 2941 Metern Seehöhe ankamen. 

Aus Sicht der Bergretter beim Einsatz ...
Aus Sicht der Bergretter beim Einsatz ...(Bild: Bergrettung Mühlbach)
Aus Sicht der Bergretter beim Einsatz ...
Aus Sicht der Bergretter beim Einsatz ...(Bild: Bergrettung Mühlbach)
Aus Sicht der Bergretter beim Einsatz ...
Aus Sicht der Bergretter beim Einsatz ...(Bild: Bergrettung Mühlbach)

Die alarmierte Bergrettung stieg von der Stegmoosalm zum 20-Jährigen auf. Der Rettungshubschrauber konnte nicht mehr zu dem Einsatzort fliegen, weil abends ein Schneesturm ausgebrochen war. Erst gegen Mitternacht bei ihm eingetroffen, erfolgte auch der Abstieg unter sehr schwierigen und gefährlichen Bedingungen.

Einsatz bei 20 Zentimeter Neuschnee
„Er wurde für den Abstieg im Tiefschnee angeseilt. Es hatte rund 20 Zentimeter geschneit, und der Steig war nicht mehr sichtbar, es herrschte Absturzgefahr, die Wegfindung war sehr schwierig. Außerdem gingen auch Schneerutschen im steilen Gelände ab“, so die Bergretter aus Mühlbach am Hochkönig.

Letztlich gelang es den Rettungskräften bei den dramatischen Witterungsverhältnissen erst kurz vor 8.20 Uhr, die Erichhütte in 1545 Metern Höhe zu erreichen. 

Die Begleiter des jungen Deutschen machten sich am Sonntagvormittag vom Matrashaus aus am Weg ins Tal. Die Schutzhütte auf 2941 Metern Seehöhe ist bereits seit Ende September geschlossen.

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